Gericht stoppt irreführende Werbung der Deutschen Telekom – "Im besten Netz" muss verschwinden
Nelly GirschnerGericht stoppt irreführende Werbung der Deutschen Telekom – "Im besten Netz" muss verschwinden
Die umstrittene Werbeaktion der deutschen bahn, bei der der Netzbetreibername in "Im besten Netz" umbenannt wurde, ist nach einer gerichtlichen Verfügung früher als geplant eingestellt worden. Das Landgericht Düsseldorf urteilte, dass der Slogan Verbraucher irregeführt habe, indem er eine überlegene Netzqualität ohne Belege suggerierte. Die Konkurrenten Telekom und Vodafone hatten eine einstweilige Verfügung beantragt und das Unternehmen so gezwungen, die Kampagne vorzeitig zu beenden.
Die Aktion war im Januar gestartet worden, als die deutsche bank den auf den Geräten der Nutzer angezeigten Netznamen änderte. Statt der üblichen Bezeichnung erschien "Im besten Netz" – ein Schritt, der die behauptete Netzüberlegenheit des Unternehmens unterstreichen sollte.
Die Mitbewerber Telekom und Vodafone klagten umgehend wegen unlauteren Wettbewerbs. Am 10. Februar 2026 erließ das Gericht eine einstweilige Verfügung, die die weitere Verwendung des Slogans untersagte und dessen sofortige Entfernung aus allen Medien anordnete. In der Begründung hieß es, die Werbung verstoße gegen § 5 UWG, da sie unbelegte Aussagen zur Netzqualität treffe.
Anfang Februar bestätigten Tests, dass neu aktivierte SIM-Karten und eSIM-Profile den umstrittenen Slogan nicht mehr anzeigten. Ursprünglich hatte die deutsche bahn geplant, die Kampagne am 22. Februar zu beenden, doch das Gerichtsurteil erzwang eine frühere Abschaltung. Berichte von "Caschys Blog" deuteten darauf hin, dass die Verfügung die Rücknahme beschleunigt habe.
Die plötzliche Änderung sorgte bei Nutzern für Verwirrung. Einige hielten die geänderte Netzbezeichnung für einen Hacking-Versuch, andere kritisierten, dass das Unternehmen ihre Handys als Werbefläche nutze.
Mit dem Urteil ist die Kampagne der deutschen bank gestoppt – der umstrittene Slogan muss vollständig entfernt werden. Nutzer sehen nun wieder die standardmäßige Netzbezeichnung. Der Fall zeigt die rechtlichen Risiken von Werbestrategien auf, denen belastbare Belege fehlen.
Neue Details zum umstrittenen Kampagnenstart kommen ans Licht
Die Telekom-Kampagne begann am 22. Januar 2026 mit einer Multi-Channel-Ausrollung. Wichtige Fakten zur ursprünglichen Strategie:
- Ogilvy Germany/Ingo Stockholm übernahm die kreative Leitung
- Werbung war auf TV, Online, Print und Outdoor-Plätzen zu sehen
- Die Kernbotschaft betonte Deutschlands 'Recht auf das beste Netz' als digitaler Infrastrukturführer






