Gelsenkirchens erste "Sicherer Hafen"-Schule setzt Zeichen für Kinderschutz
Tom GießGelsenkirchens erste "Sicherer Hafen"-Schule setzt Zeichen für Kinderschutz
Gesamtschule Buer-Mitte in Gelsenkirchen wird erste Schule der Stadt mit "Sicherer Hafen"-Zertifikat für Kinderschutz
Schon dieses Wochenende erhält die Gesamtschule Buer-Mitte in Gelsenkirchen als erste Bildungseinrichtung der Stadt die offizielle Auszeichnung "Sicherer Hafen" für vorbildlichen Kinderschutz. Die feierliche Übergabe findet am kommenden Samstag im Rahmen des Tags der offenen Tür statt. Das Programm soll Kindern klare Anlaufstellen bieten, wenn sie sich unsicher fühlen oder in Not sind.
Die Schule hatte zu Beginn dieses Jahres ein Pilotprojekt gestartet, um ein Netzwerk aus "sicheren Inseln" für Kinder aufzubauen. Lokale Unternehmen, Firmen und Vereine wurden eingeladen, sich zu beteiligen und geschützte Orte anzubieten, an denen Jugendliche Eltern anrufen, sicher warten oder jemanden finden können, der ihnen zuhört. Mitarbeiter an diesen Standorten erhalten Schulungen, um Anzeichen von Hilflosigkeit oder Bedrängnis zu erkennen und angemessen zu reagieren.
Unterstützung erhält die Initiative vom Gelsenkirchener Projekt "KiJuTe" (Kinder-, Jugend- und Teilhabeförderung), das sich für das Wohl von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Zwar ist die Gesamtschule Buer-Mitte die erste Schule mit dieser Zertifizierung, doch es wird erwartet, dass weitere Bildungseinrichtungen in der Stadt nachziehen. Bisher liegen jedoch – Stand März 2026 – keine öffentlichen Unterlagen vor, die bestätigen, dass sich andere Schulen aktiv um die Auszeichnung bemühen.
Die Verantwortlichen hoffen, dass sich das Konzept in ganz Gelsenkirchen durchsetzt und möglicherweise bundesweit ähnliche Projekte anregt. Das Ziel der Schule ist klar: Jedes Kind soll wissen, wohin es sich wenden kann, wenn es sich bedroht oder allein fühlt.
Die offizielle Verleihung des Zertifikats erfolgt während des Tags der offenen Tür. Kinder in Gelsenkirchen werden bald mehr ausgewiesene Schutzräume haben, in denen sie Hilfe finden. Sollte sich das Programm bewähren, könnte es auch andere Regionen dazu motivieren, ein vergleichbares Modell für den Kinderschutz einzuführen.






