18 April 2026, 20:11

Fritz Langs Filme und ihr politischer Einfluss: Kostenloser Vortrag in Essen

Buch mit dem Titel 'Deutsches Kolonial-Feitung' vom 11/1940 mit Adolf Hitlers Bild auf dem Cover, gehalten von einer Person umgeben von anderen mit Mützen.

Fritz Langs Filme und ihr politischer Einfluss: Kostenloser Vortrag in Essen

Kostenloser Vortrag über Fritz Langs Filme und ihren politischen Einfluss

Am Donnerstag, dem 26. März 2026, findet in der Volkshochschule Essen ein öffentlicher Vortrag über das Werk des legendären Regisseurs Fritz Lang und dessen politische Wirkung statt. Die Veranstaltung markiert den 50. Todestag des Filmemachers und untersucht, wie seine Werke gesellschaftliche Umbrüche vor der autoritären Herrschaft widerspiegelten.

Der Filmkritiker Siegfried Kracauer argumentierte einst, Langs Filme hätten tief verwurzelte Tendenzen der deutschen Kultur offenbart. Seine Analyse konzentrierte sich auf Werke wie "Dr. Mabuse, der Spieler" und "Metropolis", die er als Spiegel kollektiver Ängste deutete.

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Der Vortrag beginnt um 19 Uhr in der Nähe des Burgplatzes. Torsten Reters, Historiker, Soziologe und Erwachsenenbildner aus Dortmund, wird die Diskussion leiten. Sein Referat beleuchtet, wie Langs Filme die psychologische und politische Stimmung ihrer Zeit einfingen.

Kracauer sah in diesen Werken gesellschaftliche Muster, die später den Aufstieg des Autoritarismus begünstigten. Anhand von "Dr. Mabuse, der Spieler" und "Metropolis" identifizierte er Themen wie Kontrolle, Massenmanipulation und soziale Zersplitterung. Der Vortrag greift diese Deutungen auf und ordnet sie in Langs breiteres Schaffen ein.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung oder Tickets sind nicht erforderlich. Die Veranstalter hoffen, dass die Diskussion neue Perspektiven auf Langs Erbe eröffnet – insbesondere auf seine prägende und kritische Rolle in der Kultur des 20. Jahrhunderts.

Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, Fritz Langs Werk aus politischer Sicht neu zu betrachten. Indem seine Filme mit historischen Entwicklungen verknüpft werden, soll der Vortrag ihre anhaltende Relevanz unterstreichen. Der 50. Todestag des Regisseurs ist ein passender Anlass, um über die Macht des Kinos nachzudenken, gesellschaftliche Wahrheiten aufzudecken.

Quelle