Essen plant neuen Verwaltungscampus nach gescheitertem BürgerRatHaus-Projekt
Patrik WesackEssen plant neuen Verwaltungscampus nach gescheitertem BürgerRatHaus-Projekt
Essen hat ein neues Design für seinen künftigen Verwaltungscampus an der Bernestraße ausgewählt. Das siegreiche Konzept, das Mitte Februar 2026 gekürt wurde, ersetzt das gescheiterte Projekt BürgerRatHaus und soll zentrale öffentliche Dienstleistungen an einem Standort bündeln. Die erste Bauphase soll bis 2030 fertiggestellt werden.
Die Jury entschied sich für den Entwurf des Büros PBA Peter Bastian Architekten aus Münster. Dessen Vorschlag verbindet ein städtebauliches Konzept mit einer architektonischen Vision für das Gelände des ehemaligen Hauptbads. Eine Ausstellung der drei finalen Entwürfe – darunter auch der Siegerentwurf – wurde am 23. Februar 2026 im Foyer des Essener Rathauses eröffnet.
In dem neuen Komplex werden das Polizeirevier I, Teile der Ordnungsbehörde sowie die Krisenmanagement-Stäbe der Stadt zusammengeführt. Diese Zusammenlegung soll die Zusammenarbeit zwischen Sicherheits- und Verwaltungsbehörden verbessern. Das ursprüngliche BürgerRatHaus-Projekt war im Sommer 2022 aufgrund explodierender Baukosten und der wirtschaftlichen Belastungen durch den Ukraine-Krieg aufgegeben worden.
Die Immobilien Management Essen GmbH (IME) zeichnet für die gesamte Projektsteuerung verantwortlich – von der Planung bis zur Fertigstellung. Oberbürgermeister Thomas Kufen lobte den Siegerentwurf als moderne Lösung für Essens städtebauliche und verwaltungstechnische Anforderungen.
Die erste Phase des Campus soll bis 2030 abgeschlossen sein. Zu den ersten Nutzern werden Polizei und Rettungsdienste zählen. Das Vorhaben markiert einen Kurswechsel in Essens Umgang mit öffentlicher Infrastruktur nach dem Scheitern des vorherigen Plans.






