Friseursalon in Lünen erhöht Preise wegen steigendem Mindestlohn bis 2027
Tom GießFriseursalon in Lünen erhöht Preise wegen steigendem Mindestlohn bis 2027
Ein Friseursalon in Lünen hat angekündigt, die Preise für Kunden zu erhöhen. Der Schritt folgt auf die jüngste Anhebung des Mindestlohns in Deutschland, der bis 2027 auf 14,60 Euro steigen wird. Branchenvertreter warnen vor steigenden Kosten und einem Mangel an Nachwuchskräften.
Deutschland führte den gesetzlichen Mindestlohn 2015 ein, damals bei 8,50 Euro pro Stunde. Seither ist der Satz stetig gestiegen. Eine weitere Erhöhung ist für den 1. Januar 2026 geplant, wenn er auf 13,90 Euro klettern wird. Bis 2027 soll der Mindestlohn dann erneut auf 14,60 Euro steigen – ein Plus, von dem bis zu 6,6 Millionen Beschäftigte profitieren könnten.
Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks bezeichnete die aktuelle Anpassung als "ausgewogen und tragbar". Doch für manche Salonbesitzer bedeutet die Veränderung harte Entscheidungen. In Lünen wird ein Friseur die zusätzlichen Kosten an die Kunden weitergeben: Die Preise sollen um vier bis sechs Prozent steigen. Eine Erhöhung des Mindestlohns um 10 Prozent treibt die Verbraucherpreise in der Regel um 6,8 bis 7,8 Prozent in die Höhe.
Neben dem finanziellen Druck steht die Branche vor einem weiteren Problem: Immer weniger junge Menschen ergreifen den Beruf. Der Friseur aus Lünen zeichnet ein düsteres Bild von der Zukunft des Handwerks und verweist auf sinkende Auszubildendenzahlen.
Bis 2027 wird der Mindestlohn auf 14,60 Euro steigen – ein Gewinn für Millionen Beschäftigte. Doch für Friseure wie den in Lünen bedeuten höhere Löhne auch höhere Preise für die Kunden. Angesichts rückläufiger Auszubildendenzahlen bleibt die langfristige Perspektive der Branche ungewiss.






