Eurobahn plant Rückkehr zum Vollbetrieb bis Ende 2025 und sucht neuen Eigentümer
Patrik WesackEurobahn plant Rückkehr zum Vollbetrieb bis Ende 2025 und sucht neuen Eigentümer
Eurobahn will Fahrplan bis Dezember 2025 vollständig wiederherstellen – Suche nach neuem Eigentümer bis 2028
Der wichtige Schienenverkehrsanbieter Eurobahn in Nordrhein-Westfalen kämpft seit Monaten mit eingeschränkten Leistungen aufgrund von Personalmangel. Das Unternehmen plant nun, bis Dezember 2025 wieder den vollen Fahrplan anzubieten und gleichzeitig bis 2028 einen neuen Käufer zu finden.
Im April 2024 hatte Eurobahn auf einigen Strecken, darunter der RB89 zwischen Paderborn und Münster, die Leistungen um bis zu 40 Prozent reduziert. Die Kürzungen waren eine Folge anhaltender Personalprobleme, die den Betrieb im gesamten Netz beeinträchtigten.
Mittlerweile konnte das Unternehmen die Ausfallrate auf etwa 4–5 Prozent der geplanten Zugkilometer senken. Mit der Fahrplanumstellung im Dezember sollen sich die Leistungen weiter stabilisieren, bevor 2025 die vollständige Rückkehr zum regulären Betrieb erfolgt.
Die Muttergesellschaft von Eurobahn, die NWL (NordWestBahn GmbH), muss bis spätestens 2032 einen Investor für den Betreiber finden. Die Gruppe strebt jedoch an, bereits deutlich früher – idealerweise bis zum Jahreswechsel 2027/2028 – einen Käufer zu gewinnen. Zu den Mitgliedern der NWL zählen regionale Verkehrsverbünde wie Mobility Ruhr-Lippe, Mobility Münsterland und der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Westfalen-Süd.
Eurobahn ist vor allem in Nordrhein-Westfalen aktiv, betreibt aber auch Strecken nach Niedersachsen und in die Niederlande. Die Suche nach einem neuen Eigentümer erfolgt zu einer Zeit, in der das Unternehmen daran arbeitet, sich von den jüngsten Rückschlägen zu erholen und zuverlässige Leistungen zu gewährleisten.
Nach monatelangen Einschränkungen wird Eurobahn im Dezember 2025 wieder den vollständigen Fahrplan aufnehmen. Parallel dazu bemüht sich die NWL weiterhin um die Gewinnung eines Investors, um die langfristige Stabilität des Eisenbahnunternehmens zu sichern. Das Ergebnis wird sich auf Fahrgäste in ganz Westdeutschland und darüber hinaus auswirken.






