26 March 2026, 04:10

Deutsches Messingmuseum kämpft mit 80.000 Euro Defizit und kürzt drastisch

Schwarz-weißer Architekturplan des Kaiser Friedrich Museums in Berlin, Deutschland, mit beschrifteten Räumen und Merkmalen.

Deutsches Messingmuseum kämpft mit 80.000 Euro Defizit und kürzt drastisch

Das Deutsche Messingmuseum in Krefeld-Fichtenhain stellt seinen Betrieb deutlich um

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Angesichts finanzieller Engpässe muss das einzige Messingmuseum Deutschlands in Krefeld-Fichtenhain drastische Einschnitte hinnehmen: Die Öffnungszeiten werden gekürzt, Personal abgebaut und Führungen stark reduziert. Hintergrund ist ein jährliches Haushaltsdefizit von bis zu 80.000 Euro, mit dem die Einrichtung zu kämpfen hat.

Bereits jetzt hat das Museum seine Öffnungszeiten verringert und die Bürostunden auf nur noch drei Tage pro Woche beschränkt. Außerhalb dieser Zeiten konzentriert sich das Team auf Forschungsarbeit. Eine Restauratorin wurde entlassen, und eine Vollzeitstelle in der Forschung wurde auf Teilzeit reduziert.

Regelmäßige Führungen, die früher häufig angeboten wurden, finden nun nur noch mittwochnachmittags statt. Gruppen können zwar weiterhin an anderen Tagen Termine buchen – müssen dann aber die vollen Kosten selbst tragen. Mit dieser Maßnahme spart das Museum rund 100 jährliche Führungen ein und reduziert so die Ausgaben um etwa 8.000 Euro pro Jahr.

Trotz seiner Einzigartigkeit als einziges Messingmuseum Deutschlands erhält die Institution keine finanziellen Zuschüsse von der Stadt Krefeld. Stattdessen ist sie auf Einnahmen aus Wanderausstellungen an andere Standorte angewiesen. Den zweitgrößten Posten im Haushalt machen Fachvorträge an externen Orten aus.

Um jüngere Besucher anzusprechen, startet das Museum nun das neue Programm "Junge Forscher entdecken", das sich speziell an Schulen und Projektwochen richtet. Damit sollen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte gewonnen werden.

Die finanziellen Probleme bleiben jedoch bestehen: Die jährlichen Verluste belaufen sich auf 60.000 bis 80.000 Euro. Durch Kostensenkungen und die Konzentration auf ertragreiche Aktivitäten hofft das Museum, seinen Betrieb langfristig stabilisieren zu können. Das neue Bildungsprogramm und die gestrafften Dienstleistungen zeigen die Bemühungen, auch ohne kommunale Unterstützung überlebensfähig zu bleiben.

Quelle