Berlins älteste Club-Legende Hafenbar schließt nach 57 Jahren für immer
Marlene SeifertBerlins älteste Club-Legende Hafenbar schließt nach 57 Jahren für immer
Berlins Nachtleben verliert eine seiner ältesten Institutionen. Die Hafenbar, der diälteste durchgehend geöffnete Club der Stadt, hat nach 57 Jahren seine Türen für immer geschlossen. Bekannt für ihren retroCharme und legendäre Partys, war die Location seit 1967 eine feste Größe am Alexanderplatz.
Der Club eröffnete erstmals 1967 und spielte zunächst Rock und Pop. In den 1980er-Jahren wandelte er sich zu einem Treffpunkt für elektronische Musik, Techno und House. Mit der Zeit verband die Hafenbar elektronische Tanzmusik mit Indie-Rock, ohne dabei ihre berühmten Schlagerpartys aufzugeben.
Diese Schlagerabende wurden zur Legende und zogen Gäste aller Generationen an. Jahrzehntelang tanzten hier Jung und Alt unter einem Dach – die Hafenbar war ein seltener Ort, an dem Musik die Epochen verband. Ihre Lage am Alexanderplatz verleiht ihr zusätzlichen Charme: eine Mischung aus Nostalgie und mitreißenden Feiern.
Trotz aller Veränderungen in Berlins Nachtleben blieb die Hafenbar eine Konstante. Sie überdauerte Trends und hielt länger durch als jeder andere Club der Stadt.
Mit der Schließung endet eine Ära für die Berliner Partyszene. Die Hafenbar war einzigartig mit ihrem Retro-Flair, elektronischen Beats und generationenübergreifenden Schlagerabenden. Ihr 57-jähriges Bestehen hinterlässt eine Lücke in der Kulturgeschichte der Stadt.