12 December 2025, 12:26

Zwei historische Bäume am Paulinum müssen für Neubau und Sicherheit weichen

Ein dichter Wald mit zahlreichen Bäumen verschiedener Größen und Arten.

Zwei historische Bäume am Paulinum müssen für Neubau und Sicherheit weichen

Baumfällungen und Ersatzpflanzungen am Gymnasium Paulinum

Baumfällungen und Ersatzpflanzungen am Gymnasium Paulinum

11. Dezember 2025

Am Freitag, dem 12. Dezember 2025, werden am Gymnasium Paulinum in Münster zwei Spitzahorne gefällt. Betroffen sind ein Bergahorn, der Platz für einen Neubau schaffen soll, sowie eine 80-jährige Rotbuche, die durch Pilzbefall so stark geschwächt ist, dass sie eine Gefahr darstellt. Die Maßnahmen sind Teil der laufenden Erweiterungsarbeiten der Schule.

Der Bergahorn steht auf dem nördlichen Schulhof, wo in Kürze ein vierstöckiger Anbau entstehen soll. Seine Fällung ist notwendig, um die Baustelle für den Beginn der Arbeiten Anfang 2026 vorzubereiten. Der Neubau ist eine Reaktion auf den steigenden Raumbedarf, nachdem die Schule auf das neunjährige Gymnasium (G9) umgestellt hat.

Die Rotbuche leidet unter einem Befall durch den Zunderschwamm, einem holzzerstörenden Pilz, der ihre Standfestigkeit stark beeinträchtigt. Fachleute bestätigten, dass der Baum aufgrund des fortschreitenden Verfalls nicht mehr sicher steht. Bereits im Oktober waren zwei weitere Bäume – eine Stieleiche und ein Pfeifenstrauch – gefällt worden.

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Trotz der Verluste bleiben 14 bestehende Bäume erhalten. Nach Abschluss der Bauarbeiten Mitte 2027 werden vier neue Bäume gepflanzt: eine Gemeine Esche, ein Pfeifenstrauch, ein Feldahorn und eine Silber-Linde. Letztere hat eine besondere Bedeutung, da sie an den ältesten bekannten jüdischen Friedhof unter dem nördlichen Innenhof erinnert. Sie soll als Symbol für Heimat, Frieden und Erinnerung dienen.

Die Erweiterung wird bis Ende 2027 dringend benötigte Klassenräume und Einrichtungen schaffen. Die Ersatzpflanzungen tragen dazu bei, das Grünflächenangebot zu erhalten und gleichzeitig die historische Verbundenheit des Ortes zu wahren. Das Projekt verbindet moderne Anforderungen mit dem Respekt vor dem Erbe der Schule.