Zoll stoppt Schmuggelversuch: Mini-Bagger ohne Papiere auf A2 entdeckt
Patrik WesackZoll stoppt Schmuggelversuch: Mini-Bagger ohne Papiere auf A2 entdeckt
Zollbeamte stoppten auf der Autobahn A2 bei Hamm einen Anhänger mit polnischem Kennzeichen. Zwischen anderen Waren entdeckten sie einen Mini-Bagger, der versteckt worden war. Der 42-jährige Fahrer konnte die erforderlichen Zolldokumente für das Fahrzeug nicht vorlegen.
Der Mann gab an, den Bagger in Großbritannien für etwa 15.000 Euro gekauft zu haben. Er behauptete, ihn für ein privates Bauprojekt in Polen zu transportieren. Allerdings versuchte er, die fällige Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von rund 2.870 Euro zu umgehen, indem er das Fahrzeug nicht ordnungsgemäß deklarierte.
Die Behörden leiteten ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ein. Der Fahrer besaß keine vorgeschriebenen Papiere, sondern lediglich eine Rechnung über den Kauf. Nach Begleichung der ausstehenden Abgaben vor Ort durfte er seine Fahrt fortsetzen.
Reisende, die aus Nicht-EU-Staaten in die Europäische Union einreisen, müssen alle Waren mündlich beim Zoll angeben. Es gelten Freigrenzen: bis zu 300 Euro für die meisten Reisenden, 430 Euro bei Einreise per Flugzeug oder Schiff und 175 Euro für Personen unter 15 Jahren. Beträge, die diese Grenzen überschreiten, unterliegen der Einfuhrumsatzsteuer.
Der Fall unterstreicht die Pflicht, Waren über den zollfreien Höchstbetrag hinaus bei der Einreise in die EU zu deklarieren. Der Fahrer beglich die fällige Mehrwertsteuer und setzte seine Reise fort. Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung laufen weiterhin.
