Xanax-Missbrauch bei Jugendlichen: Wie Musik und Stress den Konsum antreiben
Patrik WesackXanax-Missbrauch bei Jugendlichen: Wie Musik und Stress den Konsum antreiben
Der Missbrauch von Xanax, einem verschreibungspflichtigen Medikament gegen Angststörungen, hat in den letzten Jahren unter jungen Menschen stark zugenommen. In der Umgangssprache oft als "Xanny" bezeichnet, ist das Medikament besonders in Großstädten wie München weit verbreitet. Seine wachsende Präsenz in der Hip-Hop- und Rap-Kultur hat dazu beigetragen, den Konsum unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu normalisieren.
Xanax, dessen Wirkstoff Alprazolam ist, gehört zur Gruppe der Benzodiazepine. Obwohl es medizinisch zur Behandlung von Ängsten verschrieben wird, hat der missbräuchliche Konsum – vor allem in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen – stark zugenommen. Viele in diesem Alter sehen in der Droge einen Weg, Stress zu entfliehen, und kombinieren sie häufig mit Cannabis.
Die Beliebtheit des Medikaments wird durch Bezüge in der Musik weiter angeheizt: Künstler wie Billie Eilish oder Money Boy erwähnen Xanax in ihren Songtexten. Dieser kulturelle Einfluss beschränkt sich nicht auf die Musik, sondern prägt auch die Einstellung junger Menschen zum Drogenkonsum. In Städten wie München soll Xanax leichter erhältlich sein als Opioide oder Valium.
Fachleute warnen vor den Folgen: Missbrauch kann zu schwerer Abhängigkeit, psychischen Problemen und sozialen Schwierigkeiten führen. Besonders gefährdet sind jüngere Teenager zwischen 16 und 18 Jahren. Der Leistungsdruck und der Wunsch nach einem schnellen emotionalen Ausweg treiben viele in die Arme der Droge.
Der Anstieg des Xanax-Missbrauchs spiegelt größere Trends in der Jugendkultur wider, in der Musik und die leichte Verfügbarkeit in urbanen Räumen eine zentrale Rolle spielen. Gesundheitsbehörden betonen die Gefahren von Abhängigkeit und langfristigen Schäden. Doch derzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass der Konsum in absehbarer Zeit zurückgehen wird.






