Wüst hält Neujahrsansprache in leergepumptem Becken – Symbol für marode Infrastruktur in NRW
Tom GießWüst hält Neujahrsansprache in leergepumptem Becken – Symbol für marode Infrastruktur in NRW
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat seine Neujahrsansprache aus einem leergepumpten Schwimmbecken in Dorsten gehalten. Der ungewöhnliche Ort sollte den maroden Zustand der Infrastruktur des Landes und die Pläne für deren Erneuerung symbolisieren. Seine am Montag aufgezeichnete Rede wird am 1. Januar 2026 um 19:55 Uhr im WDR-Fernsehen ausgestrahlt.
Die Ansprache fand in der Haldenwang-Schule, einer Förderschule, statt, in der ein Therapie- und Lehrbecken saniert werden soll. Wüst positionierte sich vor dem leeren Becken, um sowohl den dringenden Sanierungsbedarf als auch die Hoffnung auf Fortschritt zu veranschaulichen. Der Ort stand für die Solidarität mit Gemeinden, die mit vernachlässigten Einrichtungen zu kämpfen haben.
In seiner Rede skizzierte Wüst einen Investitionsplan in Höhe von 60 Milliarden Euro für die kommenden zwölf Jahre. Die Mittel sollen in Brücken, Kitas, Schulen und Krankenhäuser in ganz NRW fließen. Die Projekte zielen darauf ab, Bildung, Gesundheitsversorgung und Wirtschaft für die 18 Millionen Einwohner des Landes zu verbessern. Der Erfolg dieser Pläne hängt jedoch von umfangreichen Kreditaufnahmen des Bundes ab. Wüsts nächste Neujahrsansprache, die für 2027 geplant ist, fällt mit dem Beginn des Landtagswahlkampfs zusammen. Dann werden die Wähler bilanzieren, ob seine Infrastrukturversprechen eingelöst wurden.
Das leere Becken in Dorsten wird bald für Schwimmunterricht der Schüler wiederhergestellt. Wüst verband in seiner Rede diese kleine Sanierung mit den landesweiten Bemühungen. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich der 60-Milliarden-Plan entwickelt – und ob er den Bedürfnissen der Bürger gerecht wird.
