25 December 2025, 18:16

Wolfram Weimers provokantes Buch entfacht Glaubensdebatte in Europa

Ein Weihnachtsbaum mit Lichtern, Schmuck und verschiedenen Verzierungen.

Wolfram Weimers provokantes Buch entfacht Glaubensdebatte in Europa

Wolfram Weimer

In „Sehnsucht nach Gott“ behauptet Weimer, das Christentum sei die Grundlage des Staates, der Grundrechte und selbst der Zukunft der Familie. Ohne es drohe Europa, so seine These, von innen und außen zu zusammenbrechen. Er wirft Relativisten, „kulturellen Masochisten“ und jenen, die die Religion untergraben, vor, eine „kulturelle Selbstschwächung“ Europas zu betreiben.

Weimers Argumentation stützt sich unter anderem auf die Behauptung, das Zeugnis eines Gläubigen über Gott sei von Natur aus glaubwürdiger als die Leugnung eines Atheisten. Selbst wenn die Menschheit die Vorstellung vom Himmel aufgegeben habe, könne eine göttliche Präsenz das irdische Leben dennoch prägen, so der Autor. Die Reaktionen deutscher Leitmedien fielen scharf aus. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung bezeichnete Weimer als „Schwätzer“, die Süddeutsche Zeitung sein Medienimperium als „Potemkinsches Dorf“ – eine Fassade, die tiefere Mängel überspiele. Beide Blätter kritisierten seine Thesen wie auch seine öffentliche Person.

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Die Veröffentlichung des Buches hat die Debatte über die Rolle der Religion im modernen Europa neu entfacht. Weimers Position steht in scharfem Kontrast zu säkularen Weltbildern und stellt den Glauben ins Zentrum des gesellschaftlichen Überlebens.

„Sehnsucht nach Gott“ spaltet die Meinungen: Während Anhänger die mutige Verteidigung des Christentums loben, attackieren Kritiker Logik und Tonfall des Werks. Die Rezeption spiegelt die größeren Spannungen wider, die um den Platz der Religion in der deutschen und europäischen Identität der Gegenwart kreisen. Die Thesen des Buches dürften noch lange Gesprächsstoff in kulturellen und politischen Diskursen bleiben.