Wirtschaftsforum 2026 in Greven: Wie der Mittelstand globale Krisen meistert
Patrik WesackWirtschaftsforum 2026 in Greven: Wie der Mittelstand globale Krisen meistert
Wirtschaftsforum 2026 in Greven: Lokale Unternehmen im globalen Wandel
Rund 70 Teilnehmer folgten der Einladung zum Wirtschaftsforum 2026 in Greven, das sich mit aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen und Chancen befasste. Veranstaltet von WESt und der NRW.BANK, stand die Konferenz im Zeichen globaler Verschiebungen und deren Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft – insbesondere auf den deutschen Mittelstand.
Eröffnet wurde das Forum von Prof. Dr. Manuel Rupprecht mit einem Hauptvortrag zum Thema "Der globale wirtschaftliche Wandel und der deutsche Mittelstand". Rupprecht analysierte, wie sich die Position des Mittelstands seit 2020 durch sich überlappende Krisen verschlechtert hat: Lieferkettenzusammenbrüche infolge der Pandemie, geopolitische Konflikte wie der Ukraine-Krieg sowie die Handels Spannungen zwischen den USA und China. Hinzu kamen stark gestiegene Energiepreise, eine Inflation von 8,7 % im Jahr 2022 und ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,5 % bis 2024 – Faktoren, die die Wettbewerbsfähigkeit zusätzlich belasteten. Laut Berichten der IHK und des DIW zeichnete sich 2025 zwar eine leichte Erholung ab, begünstigt durch staatliche Fördermittel und Ansätze zur Rückverlagerung von Produktionsstätten (Reshoring).
Dr. Martin Sommer, Landrat des Kreises Steinfurt, betonte in seinem Beitrag, wie stark lokale Unternehmen unter diesen globalen Entwicklungen leiden. Er forderte klarere politische Vorgaben und einen besseren Zugang zu Fördergeldern. Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der NRW.BANK, unterstrich zwar die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Region Steinfurt, mahnte jedoch gleichzeitig mehr Investitionen in Innovation und digitale Transformation an.
Praktische Unterstützung bot das Forum ebenfalls: Guido Hellmer (NRW.BANK) und Varvara Leinz (WESt Business Services) stellten Finanzierungsinstrumente vor, darunter den neuen Transformationskredit. Diese Angebote sollen Unternehmen dabei helfen, sich an rasante technologische Veränderungen und verschiebende Märkte anzupassen.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie dringend die Wirtschaft im Kreis Steinfurt zielgerichtete Förderprogramme und strategische Anpassungen benötigt. Angesichts anhaltender Unsicherheiten erhalten lokale Betriebe nun konkretere Wege zu Zuschüssen und Krediten, die ihre Resilienz stärken sollen. Die Organisatoren kündigten an, die Diskussionen in künftigen Initiativen weiterzuführen.
