Willicher SPD diskutiert Haushaltsdefizit und gedenkt verstorbenem Mitglied beim Neujahrsempfang
Tom GießWillicher SPD diskutiert Haushaltsdefizit und gedenkt verstorbenem Mitglied beim Neujahrsempfang
Willicher SPD veranstaltet Neujahrsempfang mit weniger Gästen als sonst
Eisige Temperaturen hielten einige Besucher fern, doch trotz der dünneren Besetzung als in den Vorjahren kamen lokale Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur zum traditionellen Neujahrsempfang der Willicher SPD zusammen. Im Mittelpunkt des Abends standen die aktuellen Herausforderungen der Stadt sowie eine Würdigung eines verstorbenen Parteimitglieds.
Einziger Redner des Abends war Lukas Maaßen, Vorsitzender der SPD-Fraktion. In einer knapp 18-minütigen Ansprache ging er auf die drängendsten Probleme Willichs ein. Er sprach dabei auch die Frustration vieler Bürger an, die trotz harter Arbeit mit steigender Inflation und dem Gefühl des Stillstands zu kämpfen haben.
Maaßen benannte drei zentrale Prioritäten für die Stadt: die Konsolidierung der Finanzen, die Verbesserung der Wohnsituation und die Stärkung der Mobilität. Besonders alarmierend sei das erwartete Haushaltsdefizit von 30 Millionen Euro in diesem Jahr – umgerechnet etwa 600 Euro pro Einwohner. Trotz der angespannten Lage betonte er, wie wichtig es sei, sozial gerechte Entscheidungen zu treffen, ohne die finanzielle Verantwortung aus den Augen zu verlieren.
Gedenken wurde zudem Klaus Olaf Platz gewidmet, langjähriges SPD-Vorstandsmitglied, das im April 2022 unerwartet verstorben war. Maaßen rief die Anwesenden dazu auf, sich auch in schwierigen Zeiten nicht von politischer Resignation leiten zu lassen. Zwar zeigte er Verständnis für kurzfristige Absagen, unterstrich jedoch die Notwendigkeit, sich weiterhin in kommunalen Belangen zu engagieren.
Der Neujahrsempfang endete mit einem Appell an Zusammenhalt und verantwortungsvolles Handeln. Maaßens Worte machten die finanziellen Sorgen der Stadt deutlich, zugleich mahnte er zu ausbalancierten Lösungen. Zugleich diente die Veranstaltung als Moment des Innehaltens – zur Erinnerung an Platz, dessen Verdienste für die Partei von den Anwesenden gewürdigt wurden.
