Willich diskutiert umstrittene Erhöhung der Kita-Gebühren für Eltern und Geschwister
Nelly GirschnerWillich diskutiert umstrittene Erhöhung der Kita-Gebühren für Eltern und Geschwister
Die Stadt Willich steht unter finanziellem Druck und sucht nach Möglichkeiten, die Ausgaben zu senken. Ein Vorschlag sieht vor, die Gebühren für Eltern mit Kindern in der Kinderbetreuung zu erhöhen – was auf starken Widerstand von Familien und lokalen Initiativen stößt. Die Debatte hat an Schärfe gewonnen, da die Verantwortlichen zwischen Einsparungen und den Auswirkungen auf die Haushalte abwägen müssen.
Die SPD-Fraktion in Willich brachte einen Plan ein, der im Haushalt 2026 Einsparungen in Höhe von 115.000 Euro vorsieht. Ihr Vorschlag argumentiert gegen zusätzliche finanzielle Belastungen für Eltern und Kinder. Gleichzeitig schlägt die Stadtverwaltung vor, durch die Kürzung von Geschwisterermäßigungen 500.000 Euro einzunehmen und weitere 100.000 Euro durch die Begrenzung dynamischer Gebührenanpassungen auf drei Prozent zu erwirtschaften.
Bürgermeister Christian Pakusch betonte, dass es in der Diskussion um Anpassungen der Geschwisterbeiträge und der Gebührenindexierung gehe – nicht um die vollständige Streichung der Geschwisterermäßigungen. Dennoch sind viele Eltern verärgert und sehen in den Plänen ungerechtfertigte Erhöhungen. Auch der Jugendhilfeausschuss der Elternvertretung (JAEB) hat sich zu Wort gemeldet und lehnt neue Geschwistergebühren sowie höhere Anpassungen ab.
Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Verwaltung beauftragt, die Elternbeiträge zu überprüfen und bis zum 28. April Änderungen vorzulegen. Noch wurden keine Entscheidungen getroffen, da die Vorschläge zunächst debattiert und von den gewählten Vertretern beschlossen werden müssen. Nachbarstädte wie Nettetal und Kempen erheben bereits eine 50-prozentige Geschwistergebühr für alle Betreuungsangebote, was den Druck auf Willichs Entscheidung erhöht.
Die Debatte um die Kita-Gebühren in Willich bleibt vorerst ungelöst, ohne dass es bisher eine klare Lösung gibt. Eventuelle endgültige Änderungen hängen von den anstehenden Beratungen und Abstimmungen der Stadtverantwortlichen ab. Familien und Interessensverbände verfolgen die Entwicklungen weiterhin mit großer Aufmerksamkeit.






