Wiens ältester Weihnachtsmarkt schlägt deutsche Traditionen – doch Hamburg und Essen überraschen
Tom GießDer älteste, der grünste, der erotischste: Extreme Weihnachtsmarkt - Wiens ältester Weihnachtsmarkt schlägt deutsche Traditionen – doch Hamburg und Essen überraschen
Deutschland ist berühmt für seine festlichen Weihnachtsmärkte – mit etwa 2.500 bis 3.000 größeren Veranstaltungen, die jedes Jahr stattfinden. Doch der älteste Markt dieser Art liegt tatsächlich jenseits der deutschen Grenzen. Eine Mischung aus Tradition, Nachhaltigkeit und skurriler Unterhaltung prägt diese saisonalen Treffen in der gesamten Region.
Den Titel des ältesten Weihnachtsmarktes Europas trägt Wien in Österreich. Urkunden belegen, dass Herzog Albrecht I. dort 1296 – oder möglicherweise 1298 – einen „Dezembermarkt“ genehmigte, lange bevor die berühmten deutschen Märkte entstanden. Diese historische Besonderheit hebt Wien von Deutschlands bekannter Festlandschaft ab.
Doch auch die deutschen Märkte ziehen mit ihren eigenen Besonderheiten die Besucher in ihren Bann. Im Hamburger Stadtteil St. Pauli gibt es einen Weihnachtsmarkt mit einer gewagten Note: Eine freche Bühnenshow verleiht der üblichen vorweihnachtlichen Stimmung eine spielerische Schärfe. Andere Standorte setzen auf spektakuläre Attraktionen, etwa mit riesigen Tannenbäumen oder meterhohen Holzpyramiden als Mittelpunkt. Nachhaltigkeit spielt zudem eine immer größere Rolle. Der Essener Weihnachtsmarkt sticht hervor, indem er Speisen auf wiederverwendbarem Porzellangeschirr serviert und Pommes frites in Papiertüten ausgibt. So wird Abfall vermieden, ohne dass der festliche Zauber leidet.
Während die deutschen Märkte nach wie vor ein fester Bestandteil der Feiertage sind, hält Wien den Rekord für den ältesten Weihnachtsmarkt. Von umweltfreundlichen Praktiken in Essen bis hin zu mutiger Unterhaltung in Hamburg – jeder Ort bietet etwas Einzigartiges. Die Tradition entwickelt sich weiter und verbindet Geschichte mit modernen Akzenten, um Besucher Jahr für Jahr zu begeistern.
