Westfalen-Lippe kämpft mit bundesweitem Hausärztemangel – nur 61 Mediziner pro 100.000 Einwohner
Tom GießLandtag: Nirgendwo weniger Hausärzte als in Westfalen-Lippe - Westfalen-Lippe kämpft mit bundesweitem Hausärztemangel – nur 61 Mediziner pro 100.000 Einwohner
Nordrhein-Westfalens Region Westfalen-Lippe hat bundesweit die wenigsten Hausärzte
Mit nur noch 61 Hausärzten pro 100.000 Einwohner liegt die Region Westfalen-Lippe in Nordrhein-Westfalen beim Arzt-Patienten-Verhältnis auf dem letzten Platz – unter allen 17 Kassenärztlichen Vereinigungen in Deutschland. Die prekäre Versorgungssituation führt heute um 10 Uhr zu einer Dringlichkeitsdebatte im Düsseldorfer Landtag.
Zwischen 2021 und 2025 sank die Zahl der Hausärzte in Westfalen-Lippe von etwa 85 auf 82 pro 100.000 Einwohner. Bundesweit blieb der Durchschnitt dagegen stabil bei 84, während Bayern sogar einen leichten Anstieg auf 87 verzeichnete. Auch in Großstädten wie Berlin ging die Zahl zurück, allerdings nur auf 78.
Hinzu kommt die alternde Bevölkerung: Fast 20 Prozent der Bewohner sind älter als 65 Jahre. Dieser demografische Wandel erhöht den Bedarf an hausärztlicher Versorgung zusätzlich. Die SPD fordert nun einen klaren Zeitplan, um die sich verschärfende Lage zu entschärfen.
Daten des Bundesärzteregisters bestätigen das Ausmaß des Problems: Westfalen-Lippe hat die niedrigste Hausarztquote Deutschlands – mit gravierenden Folgen für die medizinische Grundversorgung.
Im Mittelpunkt der Dringlichkeitsdebatte im NRW-Landtag steht die Suche nach Lösungen für den Hausärztemangel. Der Vorstoß der SPD nach einem verbindlichen Fahrplan unterstreicht die Dringlichkeit. Ohne Gegenmaßnahmen droht das Gesundheitssystem in der Region weiter unter Druck zu geraten.






