Weiße Markierungen senken Motorradunfälle in gefährlichen Kurven drastisch
Tom GießWeiße Markierungen senken Motorradunfälle in gefährlichen Kurven drastisch
Weiße elliptische Straßenmarkierungen erweisen sich als wirksam, um Motorradunfälle auf gefährlichen Kurven zu reduzieren. Aktuelle Tests in Deutschland und Österreich zeigen deutliche Sicherheitsverbesserungen: In Risikobereichen gab es weniger Unfälle und niedrigere Geschwindigkeiten. Nun wird das Konzept in Nordrhein-Westfalen auf weitere Strecken ausgeweitet.
Die Idee hinter den Markierungen ist simpel: Sie leiten Motorradfahrer durch Kurven und sorgen so für sicherere Geschwindigkeiten. Ein dreijähriger Versuch auf der deutschen Panoramastraße (L218) zwischen Vossenack und Schmidt belegte ihren Erfolg. Nach der Anbringung sanken die Kurvengeschwindigkeiten, und es gab keine schweren Unfälle mehr.
In Österreich fielen die Ergebnisse noch überzeugender aus. An acht besonders gefährlichen Stellen verringerten die Markierungen Unfälle mit Personenschäden um 42 %. Berücksichtigt man das Jahr der Installation, lag die Reduktion sogar bei 56 %. Dennoch zögerte Deutschland bisher mit einer flächendeckenden Einführung. Bis Ende 2024 waren nur Testabschnitte auf den Autobahnen A3 und A9 damit ausgestattet.
Jetzt gewinnt das Projekt an Fahrt: Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer kündigte an, die Markierungen auf zwei weiteren Strecken im Kreis Euskirchen anzubringen. Der Schritt folgt den positiven Erfahrungen aus den vorherigen Versuchen.
Durch die Ausweitung werden mehr Motorradfahrer auf riskanten Straßen mit den Sicherheitsmarkierungen konfrontiert. Die Behörden erwarten, dass die Maßnahme Unfälle weiter verringert, indem sie ein besseres Kurvenverhalten fördert. Der Fokus liegt vorerst auf Hochrisikobereichen, in denen sich besonders häufig Unfälle ereignen.






