06 April 2026, 22:11

Watzke kandidiert als BVB-Präsident nach 20 Jahren als CEO und Kontroversen

Eine Gruppe von Männern in grünen T-Shirts steht auf einem Fußballfeld neben einem Torpfosten, mit einem Ball vor ihnen und verschiedenen Hintergrundelementen wie Bäume, Gebäude und Fahrzeuge.

Watzke vor der Wahl: "Dinge, die mich schwer belastet haben" - Watzke kandidiert als BVB-Präsident nach 20 Jahren als CEO und Kontroversen

Hans-Joachim Watzke kandidiert für das Amt des Präsidenten von Borussia Dortmund, nachdem er zwei Jahrzehnte lang als Vorstandsvorsitzender (CEO) des Vereins gewirkt hat. Der Schritt erfolgt nach einer turbulenten Phase, die von Führungsstreitigkeiten und Kontroversen um Vereins-Sponsoring geprägt war. Seine Bewerbung fällt in eine Zeit, in der der Club noch ungelöste Fragen klären muss – darunter ein umstrittenes Abkommen mit Rheinmetall.

Watzkes Vorstoß zur Präsidentschaft begann, nachdem sein ursprünglicher Konkurrent Reinhold Lunow im August seine Kandidatur zurückgezogen hatte. Seither haben beide Gespräche geführt, um ihr Verhältnis zu kitten. Der Machtkampf um das Amt soll Watzke in den vergangenen sechs Monaten persönlich stark belastet haben.

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Das Präsidentenamt ist für Watzke seit Langem ein persönliches Ziel. In seiner Zeit als CEO traf er weitreichende Entscheidungen, darunter den umstrittenen Sponsoring-Vertrag mit Rheinmetall, der auf massive Kritik stieß. Die Mitglieder lehnten eine Verlängerung des Deals auf der Generalversammlung 2024 ab, woraufhin Watzke ankündigte, die Angelegenheit 2026 gegebenenfalls erneut aufzugreifen.

Zudem sah sich Watzke mit Fragen zu historischen Missbrauchsvorwürfen konfrontiert, die einen BVB-Mitarbeiter betrafen. Er behauptete, den Fall in den 1990er-Jahren dem damaligen Präsidenten Reinhard Rauball gemeldet zu haben. Der Beschuldigte kehrte später zum Verein zurück und wurde 2012 Ratsmitglied sowie Angestellter. Watzke betonte, die Sache sei damals geklärt worden.

Zur Verteidigung des Rheinmetall-Deals erklärte er, die Entscheidung sei nicht allein gefallen. Der Vertrag bleibt jedoch ein Zankapfel – seine Zukunft hängt nun von der Zustimmung der Mitglieder in zwei Jahren ab.

Watzkes Präsidentschaftskandidatur wird zeigen, ob es ihm gelingt, die zersplitterte Mitgliedschaft zu einen. Das Ergebnis wird entscheiden, ob das Rheinmetall-Abkommen Bestand hat und wie der Verein mit den noch offenen Fragen zur Vergangenheit umgeht. Seine Wahl würde das Ende einer 20-jährigen Ära als CEO einläuten – und den Beginn eines neuen Kapitels beim BVB markieren.

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