Warum Treueprogramme und Rabatt-Apps oft mehr kosten als sie sparen
Marlene SeifertEinkaufen sparen: Lohnt sich der Discounter, die Loyalty-Apps? - Warum Treueprogramme und Rabatt-Apps oft mehr kosten als sie sparen
Supermarkt-Treueprogramme versprechen große Ersparnisse – doch oft halten sie weniger, als sie versprechen. Zwar nutzen viele Verbraucher digitale Hilfsmittel, um Rabatte zu sichern, doch versteckte Kosten und Kaufgewohnheiten können die Ausgaben trotzdem in die Höhe treiben. Experten warnen: Spontankäufe und geschicktes Marketing machen finanzielle Vorteile schnell zunichte.
Apps wie Smhaggle oder Kaufda durchforsten Prospekte benachbarter Geschäfte nach Schnäppchen. Andere, etwa „Bring!“, bieten Rezepte an, während „Pon“ Nutzer für das Werben von Freunden belohnt. Doch selbst mit diesen Tools landet oft mehr im Einkaufswagen, als eigentlich benötigt wird – vor allem, wenn es sich um reduzierte Ware handelt.
Supermärkte locken regelmäßig mit Angeboten, etwa einer Literflasche Coca-Cola für 79 Cent bei Trinkgut. Doch Experten betonen: Weite Fahrten zu Discountern lohnen sich selten wirklich. Ein weiteres Problem ist die „Schrumpflation“, bei der Hersteller Packungsgrößen leise verkleinern, ohne die Preise anzupassen.
Über 60 Prozent der Käufer geben zu, un geplante Spontankäufe zu tätigen. Um Kosten zu sparen, raten Verbraucherberater, Essenspläne zu erstellen und digitale Einkaufslisten zu nutzen. Zudem sollte man Preise pro Einheit vergleichen – also pro Kilogramm oder Liter –, statt nur auf den Gesamtpreis zu achten.
Zwar können Apps und Rabatte die Lebensmittelrechnung drücken – doch wer wirklich sparen will, muss versteckte Kosten im Blick behalten. Der Vergleich von Grundpreisen, der Verzicht auf Impulskäufe und eine gute Planung bleiben der Schlüssel zu echten Ersparnissen. Ohne diese Maßnahmen bringen selbst die besten Angebote am Ende kaum spürbare finanzielle Vorteile.






