19 June 2026, 00:15

Warum komplexe Sprache in Startup-Pitches mehr Investoren überzeugt

Einfache Sprache verringert Chancen für Start-ups

Warum komplexe Sprache in Startup-Pitches mehr Investoren überzeugt

Eine deutsche Studie zeigt: Startups, die in ihren Pitches eine komplexe Sprache verwenden, sichern sich mehr Investitionen. Forscher entdeckten einen direkten Zusammenhang zwischen sprachlicher Ausgereiftheit und dem Vertrauen von Investoren. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Entrepreneurship Theory and Practice veröffentlicht.

Wissenschaftler der TU Dortmund, der Universität Passau und der Technischen Universität München analysierten 547 Pitches von Startups, die im Rahmen des TechCrunch Disrupt Startup Battlefield präsentiert wurden. Dabei flossen Bewertungen von 240 Entscheidungsträgern ein. Die Auswertung ergab, dass Gründer, die eine differenzierte und nuancierte Sprache nutzten, kompetenter wirkten.

Die Studie verdeutlicht, dass eine höhere sprachliche Komplexität im Schnitt zu einer Steigerung der Investitionssumme um 7,25 Prozent führte – das entspricht etwa 125.000 US-Dollar mehr pro Pitch. So sammelte etwa das Fintech-Unternehmen N26 nach einem überzeugend formulierten Pitch innerhalb eines Jahres über 10 Millionen US-Dollar ein.

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Prof. Lorenz Graf-Vlachy von der TU Dortmund betonte die Bedeutung kritischen Denkens in der unternehmerischen Kommunikation. Gleichzeitig warnte er davor, dass eine zu komplexe Sprache Investoren verwirren könne. Zudem wirke ein Gründer dann unter Umständen unentschlossen, was die Wirkung des Pitches schwäche.

Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass eine ausgewogene sprachliche Komplexität die Erfolgsaussichten bei der Kapitalbeschaffung erhöht. Startups könnten davon profitieren, ihre Pitch-Sprache zu verfeinern, um Kompetenz zu demonstrieren. Dennoch bleibt Klarheit entscheidend, um potenzielle Investoren nicht zu überfordern.

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