Vonovia steigert Gewinne 2025 – doch Mieter zahlen die Zeche für Rekordzahlen
Patrik WesackVonovia auf Wachstumskurs - Schulden schneller reduzieren - Vonovia steigert Gewinne 2025 – doch Mieter zahlen die Zeche für Rekordzahlen
Vonovia, Deutschlands größter Vermieter, hat für das Jahr 2025 starke Finanzkennzahlen vorgelegt. Das Unternehmen verzeichnete einen deutlichen Gewinnanstieg, getrieben durch höhere Mieten, Immobilienverkäufe und Zusatzdienstleistungen. Gleichzeitig will es seine Schulden nun schneller abbauen als ursprünglich geplant.
Der bereinigte Nettogewinn stieg 2025 auf 1,54 Milliarden Euro – ein Plus von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch das bereinigte EBITDA legte um 6,0 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zu. Die Aktionäre profitieren von einer Dividendenerhöhung um drei Cent auf 1,25 Euro pro Aktie.
Die durchschnittliche Monatsmiete von Vonovia kletterte auf 8,38 Euro pro Quadratmeter, was einem Anstieg von 4,6 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Der Deutsche Mieterbund kritisierte diese Steigerungen als "drastisch" und forderte flächendeckend strengere Mieterschutzregelungen.
Um die Schulden schneller zu reduzieren, verkaufte das Unternehmen im vergangenen Jahr 2.333 Wohnungen. Künftig sollen jährlich 3.000 bis 3.500 Einheiten veräußert werden. Dennoch baut Vonovia seinen Bestand weiter aus: Aktuell entstehen 4.200 neue Wohnungen, langfristig sind auf eigenen Flächen über 65.000 zusätzliche Wohnungen geplant.
Ende 2025 verwaltete Vonovia rund 531.000 Wohnungen in Deutschland, Schweden und Österreich. Der Gesamtwert des Portfolios lag bei 84,4 Milliarden Euro, wobei etwa 2 Milliarden Euro für Investitionen und Neubauten im kommenden Jahr vorgesehen sind.
Vonovias Strategie setzt auf eine Kombination aus Mietsteigerungen, Immobilienverkäufen und Neubauten, um Gewinne zu steigern und Schulden abzubauen. Die Finanzzahlen zeigen zwar eine solide Ertragsentwicklung, doch die Mieterhöhungen stoßen auf Kritik. Während die Aktionäre von einer höheren Dividende profitieren, werden weitere Verkäufe aus dem Bestand erwartet.






