Vom Flüchtling zum Künstler: Wie Hosheen Shekhi in Deutschland neu anfing
Nelly GirschnerVom Flüchtling zum Künstler: Wie Hosheen Shekhi in Deutschland neu anfing
Hosheen Shekhi, ein kurdischer Flüchtling aus Damaskus, kam 2015 nach Deutschland. Seitdem hat er sich ein neues Leben aufgebaut – er bestand eine Deutschprüfung, gründete eine Familie und beteiligte sich sogar an einer lokalen Kunstausstellung.
Zunächst ließ sich Shekhi in Niedersachsen nieder, kehrte aber bald ins Rheinland zurück, wo er sich heimischer fühlte. In Schildgen, einem kleinen Ort bei Bergisch Gladbach, zog er bei einer einheimischen Familie ein. Mit deren Unterstützung lernte er schnell Deutsch und bestand später die B1-Prüfung – ohne jemals einen regulären Sprachkurs besucht zu haben.
Seit 2015 sind über 1.000 Geflüchtete in Bergisch Gladbach angekommen. Rund 100 Einwohner von Schildgen starteten eine Willkommensinitiative, um Neuankömmlingen wie Shekhi den Einstieg zu erleichtern. Mittlerweile spricht er täglich Deutsch – sowohl mit seinem neun Monate alten Baby als auch mit seinen meist deutschen Freunden.
Seit 2023 arbeitet Shekhi bei der Arbeitsagentur. Neben seinem Beruf sind seine Fotografien in der Jubiläumsausstellung Himmel un Ääd von Philipp J. Bösel zu sehen – ein weiterer Meilenstein seiner Integration.
Shekhi ist heute verheiratet, hat ein kleines Kind und lebt sein Leben in Deutschland mit großer Offenheit. Seine Geschichte zeigt sowohl persönlichen Einsatz als auch die Unterstützung einer aufgeschlossenen Gemeinschaft. Die Ausstellung und seine Sprachkenntnisse sind greifbare Erfolge seines Weges.






