Verena Schäffer wird neue Familienministerin in NRW – ein rasanter Aufstieg der Grünen-Politikerin
Patrik WesackVerena Schäffer wird neue Familienministerin in NRW – ein rasanter Aufstieg der Grünen-Politikerin
Verena Schäffer ist als neue Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flüchtlinge und Integration in Nordrhein-Westfalen vereidigt worden. Die 39-jährige Politikerin der Grünen aus Witten legte ihren Amtseid am 28. Januar 2026 im Düsseldorfer Landtag ab. Sie folgt auf Josefine Paul, die nach anhaltenden Kommunikationsproblemen in ihrem Amt zurückgetreten war.
Schäffers politische Karriere verlief rasant: Mit 18 trat sie den Grünen bei, mit 24 zog sie bereits in den Landtag ein. Vor ihrer Ernennung zur Ministerin führte sie seit Oktober 2020 die Grünen-Fraktion im Landtag – eine Position, die sie bis Januar 2026 innehatte. Zuvor war sie unter anderem in der Führung der Grünen Jugend, im Wittener Stadtrat und im Kreistag des Ennepe-Ruhr-Kreises aktiv.
Als Fraktionsvorsitzende trug sie maßgeblich zum Erfolg der schwarz-grünen Koalition in Nordrhein-Westfalen bei. Ministerpräsident Hendrik Wüst würdigte ihre zentrale Rolle für den Zusammenhalt der Regierung. Auch die stellvertretende Ministerpräsidentin Mona Neubaur lobte Schäffers Erfahrung, Führungsstärke und ihr ausgeprägtes moralisches Fundament.
Schäffer setzt sich seit Langem für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gegen Diskriminierung und für Frauenrechte ein. Als Mutter von zwei Kindern spricht sie offen über die Herausforderungen, Familie und politische Arbeit unter einen Hut zu bringen. Einer ihrer bemerkenswerten Erfolge war die Durchsetzung eines "Kinderzimmers" im Landtag, das die Arbeit für Abgeordnete mit kleinen Kindern erleichtert.
Nun übernimmt Schäffer ein Ressort, das zentrale gesellschaftliche Bereiche abdeckt – von der Jugendhilfe bis zur Integration von Geflüchteten. Ihre Ernennung krönt einen schnellen Aufstieg in der Landespolitik, geprägt von familienfreundlicher Politik und Gleichstellungsfragen. Die neue Ministerin startet mit Rückhalt aus beiden Koalitionslagern und einer Bilanz als Reformerin im Landtag.
