Uniper verkauft Kohlekraftwerk Datteln 4 und setzt auf Gas sowie Wasserstoff
Nelly GirschnerUniper verkauft Kohlekraftwerk Datteln 4 und setzt auf Gas sowie Wasserstoff
Uniper SE hat das Kohlekraftwerk Datteln 4 an die ResInvest Group a.s. verkauft. Der Abschluss des Geschäfts am 22. September 2025 markiert einen weiteren Schritt in der Neuausrichtung des Energieportfolios des Unternehmens. Unterdessen bereitet die deutsche Regierung die Ausschreibung weiterer Gaskraftwerke vor – allerdings bleiben Details zur Wasserstofftauglichkeit vorerst unklar.
Uniper ist in drei Hauptgeschäftsbereichen aktiv: europäische Stromerzeugung, globaler Rohstoffhandel sowie russische Stromproduktion. Das Unternehmen betreibt ein breites Spektrum an Kraft- und Heizwerken, von fossilen Anlagen bis hin zu erneuerbaren Energien. Zudem organisiert es die Brennstoffbeschaffung für Kraftwerke und handelt mit Strom, Erdgas, Flüssigerdgas (LNG) und Kohle.
Über die Energieerzeugung hinaus bietet Uniper weitere Dienstleistungen an, darunter den Handel mit Emissionszertifikaten und Logistiklösungen. Zu den Aktionären zählen große Investmentgesellschaften wie BlackRock und The Vanguard Group. Das Unternehmen ist in Deutschland, Großbritannien, Russland und weiteren internationalen Märkten präsent.
Im Wasserstoffsektor arbeitet Uniper mit ThyssenKrupp zusammen, um eine großtechnische Ammoniak-Spaltanlage zu entwickeln. Die Partnerschaft zielt darauf ab, die Wasserstoffinfrastruktur im Rahmen der Energiewende auszubauen. Die Pläne der Bundesregierung für neue Gaskraftwerke könnten die künftigen Projekte Unipers zusätzlich prägen – konkrete Vorgaben zur Wasserstoffnutzung stehen jedoch noch aus.
Mit dem Verkauf von Datteln 4 verringert Uniper seine Kohlekapazitäten, während das Unternehmen gleichzeitig seine Aktivitäten im Gas- und Wasserstoffbereich ausweitet. Durch laufende Investitionen in Infrastruktur und Handel bleibt das Unternehmen ein wichtiger Akteur auf dem europäischen Energiemarkt. Auch die geplante Ausschreibung der Regierung für neue Gaskraftwerke könnte langfristig Einfluss auf die Strategie Unipers nehmen.






