28 January 2026, 02:15

Ukrainischer Botschafter besucht Krefeld und stärkt wirtschaftliche Bindungen trotz Kriegsfolgen

Ein Plakat mit einer detaillierten Karte von Ukraine aus dem Jahr 1885, versehen mit Text und Zahlen.

Ukrainischer Botschafter besucht Krefeld und stärkt wirtschaftliche Bindungen trotz Kriegsfolgen

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makejew, besuchte kürzlich Krefeld im Rahmen einer größeren Reise durch Nordrhein-Westfalen. Das Programm umfasste Gespräche im Rathaus, Diskussionen über wirtschaftliche Beziehungen sowie Besuche bei lokalen Unternehmen. Bürgermeister Frank Meyer begrüßte den Botschafter und betonte die enge Verbindung zwischen beiden Ländern.

Makejew begann seinen Besuch im Krefelder Rathaus, wo er sich in das Goldene Buch der Stadt eintrug. Bei dem Treffen sprach er über die verheerenden Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, darunter die Zerstörung kritischer Kraftwerke. Er schilderte, wie der Krieg auch seine eigene Familie direkt getroffen habe – viele Menschen seien ohne zuverlässige Heizung oder Stromversorgung.

Im weiteren Verlauf besuchte der Botschafter mehrere in Krefeld ansässige Unternehmen. Die Reise wurde mit Unterstützung von Jürgen Steinmetz organisiert, dem Geschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein und Honorarkonsul der Ukraine, der Makejew zum NRW-Wirtschaftsforum nach Neuss eingeladen hatte. Im Mittelpunkt stand die wirtschaftliche Zusammenarbeit, die Makejew als zentral für die deutsch-ukrainischen Beziehungen bezeichnete. Derzeit belaufen sich die deutschen Exporte in die Ukraine auf rund 4,6 Milliarden Euro pro Jahr. Bürgermeister Meyer äußerte seine Bewunderung für die Widerstandsfähigkeit des ukrainischen Volkes und sprach die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr zum Frieden aus. Gleichzeitig unterstrich er die Notwendigkeit, die Solidarität zwischen beiden Ländern weiter zu stärken.

Der Besuch des Botschafters unterstrich die fortbestehenden wirtschaftlichen und politischen Bindungen zwischen Deutschland und der Ukraine. Zwar wurden keine konkreten Krefelder Unternehmen genannt, die direkt beim Wiederaufbau der ukrainischen Heizungsinfrastruktur helfen, doch die Gespräche festigten die allgemeine Kooperationsbereitschaft. Die Reise endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis, die Beziehungen trotz der Herausforderungen des Krieges weiter auszubauen.

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