Thyssenkrupp erwägt Teilverkauf der profitablen Rothe-Erde-Sparte für 1,5 Milliarden Euro
Nelly GirschnerThyssenkrupp erwägt Teilverkauf der profitablen Rothe-Erde-Sparte für 1,5 Milliarden Euro
Thyssenkrupp prüft Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an Rothe Erde
Der deutsche Industriekonzern Thyssenkrupp erwägt den Verkauf eines Anteilspakets an seiner Wälzlager-Sparte Rothe Erde. Das Unternehmen bestätigte, dass es Angebote für rund 30 Prozent des Geschäftsbereichs prüft. Sollte der Deal zustande kommen, könnte er frisches Kapital beschaffen, während Thyssenkrupp die Kontrolle über die profitable Einheit behält.
Bei der möglichen Transaktion wird Rothe Erde auf etwa 1,5 Milliarden Euro (rund 1,8 Milliarden Dollar) geschätzt. Thyssenkrupp hat zwar noch keinen konkreten Käufer benannt, erklärte jedoch, regelmäßig Anfragen für verschiedene Geschäftstransaktionen zu erhalten. Alle Optionen werden weiterhin geprüft, hieß es seitens des Konzerns.
Rothe Erde gilt als besonders ertragsstarker und wertvoller Teil des Thyssenkrupp-Portfolios. Ein teilweiser Verkauf würde es dem Konzern ermöglichen, Kapital freizusetzen, ohne die volle Eigentümerschaft aufzugeben. Der Schritt steht im Einklang mit der übergeordneten Strategie des Unternehmens, sein Portfolio auf mögliche Umstrukturierungen hin zu überprüfen.
Der Verkauf von 30 Prozent der Anteile könnte Thyssenkrupp einen finanziellen Schub verschaffen. Das Unternehmen würde die Mehrheit an Rothe Erde behalten und damit weiterhin maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsaktivitäten der Sparte ausüben. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus; die Gespräche dauern an.
