14 March 2026, 22:11

Textilfabrik 7.0 will Modeindustrie mit nachhaltiger Revolution verändern

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern, die eine Maschine bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit dem Text "Neue Eisengießerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Textilfabrik 7.0 will Modeindustrie mit nachhaltiger Revolution verändern

Ein ehrgeiziges neues Projekt will die deutsche Textilindustrie mit nachhaltiger, hochmoderner Produktion revolutionieren. Am 19. März wird die Textilfabrik 7.0 (T7) offiziell beim "Textilen Rundtisch" vorgestellt. Die Initiative zielt darauf ab, Emissionen zu reduzieren und ein kreislauffähiges, wirtschaftlich tragfähiges Modell für die Kleidungsherstellung zu schaffen.

Die Mode- und Textilbranche ist derzeit für rund zehn Prozent der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich – mehr als der gesamte internationale Flug- und Schiffsverkehr zusammen. T7 will dies ändern, indem es innovative Produktionsmethoden in der Praxis erprobt und hochskaliert.

An dem Projekt beteiligen sich führende Forschungseinrichtungen, darunter das Textil- und Bekleidungsforschungsinstitut der Hochschule Niederrhein und das Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen. Auch Industriepartner und regionale Verbände sind eingebunden, wobei die genaue Zahl der teilnehmenden Unternehmen Stand Mitte März 2026 noch nicht bestätigt ist.

T7 basiert auf vier zentralen Modulen: Bedarfsorientierte Fertigung, Mikrofabrik-Konzeption, Digitale Textilien und Biosphäre. Im Fokus stehen flexible Produktion, kleinteilige Automatisierung, intelligente Materialien und umweltfreundliche Verfahren. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dem Land Nordrhein-Westfalen sowie dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

Neben den ökologischen Vorteilen unterstützt das Projekt den wirtschaftlichen Wandel im Rheinland. Es soll neue industrielle Chancen und qualifizierte Arbeitsplätze schaffen – und beweisen, dass nachhaltige Textilproduktion auch profitabel sein kann.

Der offizielle Start am 19. März markiert den Beginn der Praxistests für die T7-Technologien. Bei Erfolg könnte das Modell einen neuen Standard für klimaneutrale, regional verankerte Textilherstellung setzen. Die Ergebnisse des Projekts könnten künftig Politik und Branchenpraxis in ganz Deutschland und darüber hinaus prägen.

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