Teilzeitboom in NRW: Fast jede dritte Person arbeitet weniger Stunden
Nelly GirschnerFast ein Drittel der Arbeitnehmer arbeitete Teilzeit im Jahr 2025 - Teilzeitboom in NRW: Fast jede dritte Person arbeitet weniger Stunden
Teilzeitarbeit wird in Nordrhein-Westfalen immer verbreiteter – fast jeder dritte Beschäftigte arbeitet in reduzierter Stundenzahl
Neue Zahlen zeigen, dass Teilzeitarbeit in Nordrhein-Westfalen (NRW) deutlich zugenommen hat: Fast ein Drittel der Beschäftigten arbeitet mittlerweile in Teilzeit. Besonders ausgeprägt ist dieser Trend bei Frauen, doch auch immer mehr Männer entscheiden sich für reduzierte Arbeitszeiten. Die aktuellen Daten, die den Arbeitsmarkt bis Juni 2025 abdecken, offenbaren dabei deutliche Unterschiede zwischen den Städten und Gemeinden des Landes.
Stand 30. Juni 2025 waren in NRW rund 7,3 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Davon arbeiteten 30,4 Prozent in Teilzeit – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum letzten Jahrzehnt. Bei den Männern hat sich der Anteil der Teilzeitbeschäftigten seit 2015 um über 63 Prozent erhöht. Mittlerweile arbeitet etwa jeder siebte Mann im Land in einem reduzierten Stundenumfang.
Noch stärker ausgeprägt ist der Trend bei Frauen: Die Hälfte aller erwerbstätigen Frauen in NRW geht einer Teilzeitbeschäftigung nach. Damit festigt das Land seine Vorreiterrolle bei flexiblen Arbeitsmodellen.
Doch die Zahlen fallen je nach Region sehr unterschiedlich aus. Die Gemeinde Sonsbeck im Kreis Wesel verzeichnete im vergangenen Jahr mit über 51 Prozent die höchste Teilzeitquote. Am anderen Ende der Skala lagen Rheda-Wiedenbrück (15,6 Prozent) und Verl (15,8 Prozent) mit den niedrigsten Werten im Land – ein Beleg dafür, wie lokal geprägte Arbeitsmärkte die Beschäftigungsstrukturen formen.
Die aktuellen Zahlen bestätigen, dass Teilzeitarbeit mittlerweile ein prägendes Merkmal des Arbeitsmarktes in NRW ist. Mit 30,4 Prozent aller Beschäftigten in reduzierten Arbeitszeiten passt sich die Belegschaft des Landes zunehmend neuen Arbeitsmodellen an. Der starke Anstieg bei den Männern – kombiniert mit dem seit Langem bestehenden Trend bei Frauen – deutet darauf hin, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzen wird.
