Tarifabschluss im öffentlichen Dienst Solingens bringt 5,8 Prozent mehr Lohn
Marlene SeifertTarifabschluss im öffentlichen Dienst Solingens bringt 5,8 Prozent mehr Lohn
Ein neuer Tarifabschluss für Staatsbedienstete in Solingen vereinbart
Für Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Solingen – darunter Mitarbeiter in Schulen, Gerichten und der Kommunalverwaltung – wurde ein neues Entgeltabkommen geschlossen. Die etwa zweijährige Vereinbarung sorgt für Planungssicherheit bei Personal und öffentlichen Dienstleistungen und verhindert zugleich geplante Streiks.
Der Abschluss folgt auf Verhandlungen, in denen die Gewerkschaften ursprünglich deutlich höhere Lohnerhöhungen gefordert hatten. Sie hatten eine 20-prozentige Erhöhung der Schichtzulagen, 200 Euro mehr im Monat für Auszubildende sowie die Garantie auf eine Vollzeitstelle nach der Ausbildung verlangt. Das nun ausgehandelte Paket sieht jedoch eine Lohnerhöhung von 5,8 Prozent vor – mindestens aber 100 Euro mehr monatlich –, gestaffelt über 27 Monate.
Auszubildende erhalten insgesamt 150 Euro mehr. Zudem orientiert sich die Einigung an einem früheren Tarifabschluss im kommunalen Bereich und zielt darauf ab, die Arbeitsbedingungen in Ost- und Westdeutschland anzugleichen. Betroffen sind nicht nur die städtischen Beschäftigten in Solingen, sondern auch Universitätsmitarbeiter in der Region Bergisches Städtedreieck, darunter Wuppertal.
Mit dem neuen Vertrag entfallen die angekündigten Warnstreiks und Dienstausfälle.
Die 27-monatige Laufzeit garantiert schrittweise Lohnsteigerungen für Tausende Beschäftigte. Gleichzeitig wird die Gefahr von Arbeitskämpfen gebannt und die Arbeitsbedingungen in verschiedenen Landesteilen vereinheitlicht. Arbeitnehmer und Einrichtungen können nun ihre Finanzen für die kommenden zwei Jahre besser planen.
