10 January 2026, 16:08

Stuttgart plant drastische Sparmaßnahmen und höhere Kita-Gebühren für 2026

Eine Stadtansicht mit Gebäuden, Bäumen, Polen, Straßen, Fahrzeugen und einem Himmel.

Stuttgart plant drastische Sparmaßnahmen und höhere Kita-Gebühren für 2026

Die finanzielle Lage der Stadt Stuttgart wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen, da die Kosten steigen und ein Haushaltsdefizit droht. Die Verantwortlichen haben nun einen Haushaltsentwurf für 2026 vorgelegt, der ein Fehlbetrag von 2,3 Millionen Euro ausweist. Um die Belastung abzufedern, soll eine Reihe von Konsolidierungsmaßnahmen eingeführt werden.

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Einer der größten Kostentreiber im Haushalt sind die Transferzahlungen, die 40 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen. Diese steigen stark an und verschärfen die finanzielle Situation. Trotz des Defizits kann die Stadt es mit vorhandenen Rücklagen decken, sodass vorerst kein akuter Sanierungsplan erforderlich ist.

Bei den Kita-Gebühren gibt es mehrere Änderungen: Statt der bisher drei kostenfreien letzten Jahre bleiben nur noch die letzten beiden beitragsfrei. Die monatlichen Essensgelder in Kitas steigen von 56 auf 84 Euro. Haushalte mit einem Einkommen von über 75.000 Euro müssen zudem mit einer 20-prozentigen Erhöhung der Kita-Gebühren rechnen.

Zusätzlich wird eine neue Spitzensteuerklasse für Einkommen über 130.000 Euro eingeführt, die mit einem zusätzlichen Steueraufschlag von 20 Prozent belastet wird. Gleichzeitig plant die Stadtverwaltung Investitionen in Höhe von über 187 Millionen Euro für ihren Eigenbetrieb zwischen 2026 und 2029.

Der Haushaltsentwurf für 2026 wird am 26. März 2026 dem Stadtrat vorgelegt. Zuvor sind Gespräche mit politischen Gruppen und Fachausschüssen vorgesehen, wobei noch keine konkreten Details zu diesen Beratungen bekannt gegeben wurden.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielen darauf ab, den finanziellen Druck zu mildern, ohne die wichtigsten Leistungen einzuschränken. Von den Anpassungen bei Kita-Gebühren und Steuern sind vor allem Besserverdiener betroffen. Die langfristigen Investitionspläne der Stadt zeigen jedoch, dass trotz des Defizits weiterhin Mittel für kommunale Projekte bereitgestellt werden.