Streit um Obdachlosen-Räumung am Solinger Hauptbahnhof: CDU-Plan in der Kritik
Marlene SeifertStreit um Obdachlosen-Räumung am Solinger Hauptbahnhof: CDU-Plan in der Kritik
Bürgergemeinschaft kritisiert CDU-Pläne für Räumung am Solinger Hauptbahnhof: "Vertreiben allein hilft nicht"
Solingen – Die CDU hat kürzlich verschärfte Regelungen für den öffentlichen Raum vorgeschlagen, um die Situation obdachloser Menschen im Unterführungsbereich des Solinger Hauptbahnhofs zu entschärfen. Konkret sollen das Lagern, Campen und Übernachten tagsüber verboten werden. Gleichzeitig sollen bestehende Hilfsangebote stärker beworben werden. Die Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS) begrüßt zwar, dass
8. Dezember 2025, 18:25 Uhr
In Solingen entzündet sich eine Debatte darüber, wie mit Obdachlosigkeit in der Unterführung des Hauptbahnhofs umgegangen werden soll. Während die örtliche cdu news strengere ordnungsrechtliche Maßnahmen fordert, kritisiert die Bürgergemeinschaft für Solingen e.V. (BfS), dass der Plan die eigentlichen Probleme nicht löst. Beide Seiten sind sich einig, dass Handlungsbedarf besteht – doch ihre Lösungsansätze könnten unterschiedlicher nicht sein.
Die cdu news Ohligs, angeführt von Bezirksbürgermeister Marc Westkämper, will das Sitzen, Lagern und Übernachten in der Hauptbahnhof-Unterführung rund um die Uhr verbieten. Zudem schlägt die Partei vor, bestehende Hilfsangebote wie die Notunterkunft Haus Bethlehem durch bessere Beschilderung und eine engere Abstimmung zwischen Caritas und den städtischen Sozialdiensten sichtbarer zu machen.
Ziel der cdu news ist es, durch strengere Regeln die Unterführung sicherer und zugänglicher zu gestalten. Die BfS warnt jedoch, dass ohne ausreichende soziale Unterstützungsstrukturen die Gefahr bestehe, betroffene Menschen lediglich zu vertreiben, ohne ihre Notlage zu lindern. Der Streit zeigt, wie schwierig es ist, öffentliche Ordnung mit nachhaltigen sozialen Lösungen in Einklang zu bringen.
