Streit um "knochentrockenen" Kölner Rasen: Hjulmand wirft Manipulation vor
Tom GießStreit um "knochentrockenen" Kölner Rasen: Hjulmand wirft Manipulation vor
Bayer Leverkusens Trainer Kasper Hjulmand hat Bedenken wegen des ausgetrockneten Platzes im Kölner Stadion während eines jüngsten Spiels geäußert. Trotz Bewässerungsversuchen blieb die Oberfläche ungewöhnlich hart und schnell, was das Spielgeschehen beeinträchtigte. Die Angelegenheit hat eine Debatte zwischen den beiden Vereinen über die Platzpflege und natürliche Bedingungen ausgelöst.
Das Spiel fand an einem Tag mit Temperaturen zwischen 17 und 19 Grad Celsius statt. Obwohl der Rasen gewässert wurde, blieb er trocken, woraufhin Hjulmand ihn als "knochentrocken" bezeichnete und andeutete, er könnte nach der ursprünglichen Bewässerung absichtlich ausgetrocknet worden sein. Später räumte er ein, dass die Trockenheit unabhängig von der Ursache bestünde.
René Wagner, der Cheftrainer des 1. FC Köln, konterte scherzhaft, die Sonne könnte schuld sein. Er wies jeden Vorwurf einer absichtlichen Manipulation des Platzes entschieden zurück, entschuldigte sich jedoch, falls der Eindruck entstanden sei, sein Team habe darauf hingewirkt.
Die Bundesliga hat auf ein lokal begrenztes natürliches Phänomen trockener Plätze in Köln hingewiesen. Leverkusens Platzwart-Team hatte hingegen in der vergangenen Saison den Titel "Platz des Jahres" gewonnen – ein Beleg für ihre Fachkompetenz. Das "Greenkeeping-Handbuch" der DFL rät dazu, die Bewässerung an Wetter und Mikroklima anzupassen, was die Diskussion um eine weitere Facette bereichert.
Der trockene Platz im Kölner Stadion wirft Fragen nach den Pflegepraktiken und Umwelteinflüssen auf. Beide Trainer haben sich dazu geäußert: Während Hjulmand die Auswirkungen auf das Spiel betonte, wies Wagner Vorwürfe gezielter Einflüsse zurück. Die Debatte spiegelt die größeren Herausforderungen wider, die mit der Platzpflege unter wechselnden klimatischen Bedingungen einhergehen.






