19 March 2026, 16:14

Streiks im ÖPNV: Bielefelds Eltern kämpfen um Schulwege ihrer Kinder

Schwarzes Plakat mit weißem Hintergrund, das "Schulgeschwindigkeit 25 bei Anwesenheit von Kindern" in fetter schwarzer Schrift anzeigt.

Streiks im ÖPNV: Bielefelds Eltern kämpfen um Schulwege ihrer Kinder

Streiks im ÖPNV in Bielefeld bringen Eltern in Not – Schulpflicht bleibt trotz Ausfällen bestehen

Die anhaltenden Streiks im öffentlichen Nahverkehr in Bielefeld stellen Eltern vor große Herausforderungen, ihre Kinder zur Schule zu bringen. Das Landesbildungsministerium besteht jedoch darauf, dass Distanzunterricht während dieser Störungen nicht erlaubt ist – selbst wenn die Verkehrsverbindungen stark eingeschränkt sind. Für viele Familien bedeutet das eine Zwickmühle, denn die Schulpflicht bleibt unabhängig von den Streikbedingungen bestehen.

Die andauernden Arbeitsniederlegungen bei MoBiel, dem Bielefelder Verkehrsbetrieb, zwingen zahlreiche Haushalte, ihren Alltag umzukrempeln. Zwar verspricht das Unternehmen, Schulverkehr zu priorisieren, doch Verspätungen und Ausfälle machen die Fahrten weiterhin unzuverlässig. Manche Eltern müssen ihre Arbeitszeiten umstellen oder Fahrgemeinschaften organisieren, um ihre Kinder pünktlich in der Schule abzuliefern.

Besonders hart trifft es Familien ohne Auto, Alleinerziehende oder Eltern mit Vollzeitjobs. Einige fordern als Übergangslösung Distanzunterricht, um den Kindern während der Streiks eine strukturierte Beschulung zu ermöglichen. Doch das Ministerium lehnt diese Option ab – selbst für ältere Schülerinnen und Schüler.

An der Bielefelder Gesamtschule Rosenhöhe wurde zwar vorgeschlagen, für die Jahrgangsstufen acht und höher auf Distanzunterricht umzustellen, doch auch das wurde verworfen. Die Schulbehörden in Nordrhein-Westfalen haben in den letzten Jahren keine neuen Regelungen für Homeschooling bei Streiks eingeführt. Die Folge: Familien müssen weiterhin Wege finden, um die verpflichtende Präsenz ihrer Kinder zu gewährleisten.

Da es keine Lockerungen beim Distanzunterricht gibt, bleibt Eltern nichts anderes übrig, als ihre Kinder auch während der Streiks in die Schule zu bringen. Zwar mildern MoBiels Bemühungen, Schulstrecken vorrangig zu bedienen, die Situation etwas ab – doch für viele Haushalte bleiben die logistischen Hürden bestehen. Das aktuelle System lässt denen, die von Verkehrsausfällen betroffen sind, kaum Spielraum.

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