13 March 2026, 22:13

Stillgelegte Deponie in Ahaus wird zum Solarpark mit Zukunftspotenzial

Eine Luftaufnahme eines Solarparks mit Panelen in einem Feld, umgeben von Bäumen, Gras, Pflanzen und Wasser, mit einer nahen Bahnlinie.

Stillgelegte Deponie in Ahaus wird zum Solarpark mit Zukunftspotenzial

Auf einem stillgelegten Deponiegelände in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großflächiger Solarpark, nachdem der Kreis Borken grünes Licht für das Vorhaben gegeben hat. Das Projekt, das von der Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) betreut wird, soll das Gelände neu nutzen, das aufgrund fortlaufender Bodensetzungen nur eingeschränkt verwendbar ist. Die Verantwortlichen hoffen, dass der Solarpark bis Mitte 2025 in Betrieb geht, um Förderfristen einzuhalten.

Der Kreis Borken und die Stadt Ahaus sind gemeinsam Eigentümer des Geländes, das seit der Schließung der Deponie brachliegt. Der Bau herkömmlicher Gebäude ist hier schwierig, da sich der Untergrund weiterhin absenkt. Ein Solarpark bietet jedoch eine praktikable Lösung, da er nur minimale Fundamentarbeiten erfordert.

Nordrhein-Westfalen hat mit ähnlichen Projekten bereits positive Erfahrungen gesammelt. In den vergangenen fünf Jahren entstanden in der Region rund 15 große Solaranlagen auf ehemaligen Deponien. Zu den größten zählen eine 20-Megawatt-Peak-Anlage in Marl (2023), eine 18-MWp-Anlage in Herten (2024) sowie ein 15-MWp-Solarfeld in Gelsenkirchen (2022).

Neben der Energieerzeugung könnte das Projekt in Ahaus-Alstätte auch die jährlichen Unterhaltskosten der Deponie senken. Gelingt dies, könnten sich die Müllgebühren für die Haushalte vor Ort verringern. Zudem wird geprüft, ob sich das Gelände für einen großtechnischen Energiespeicher eignet, der überschüssigen Windstrom zwischenspeichern könnte.

Damit der Solarpark staatliche Fördergelder erhält, muss er bis Mitte 2025 ans Netz gehen. Nach seiner Fertigstellung wird er die wachsende Zahl erneuerbarer Energieprojekte auf ehemaligen Abfallstandorten in der Region ergänzen. Gleichzeitig könnte die Initiative die finanzielle Belastung der kommunalen Abfallentsorgung verringern.

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