Stadtrat öffnet Tür für Kleinparteien: Neue Regeln für sachkundige Bürger
Eine Änderung der Stadtratsregeln ermöglicht es nun auch kleineren Gruppen, sachkundige Bürgerinnen und Bürger zu benennen. Bisher war dies nur Fraktionen mit mindestens drei Mitgliedern vorbehalten. Die Neuregelung eröffnet neuen Spielraum für Kleinparteien und unabhängige Stadträte.
Die Stadtverwaltung hat ihre Auslegung der Bestimmungen aktualisiert. Nach dem alten System durften nur parlamentarische Gruppen mit drei oder mehr Mitgliedern sachkundige Bürger vorschlagen. Jetzt können auch Zweiergruppen Kandidaten benennen.
Von dieser Anpassung profitieren insbesondere die Bürgerpartei, die über zwei Sitze im Stadtrat verfügt, sowie die Linke. Letztere hatte den Stadtrat Tomás Santillán zuvor aufgrund der früheren Beschränkungen nicht einbinden können. Christian Ruhe, Leiter des Oberbürgermeisteramts, bestätigte den neuen Ansatz während einer Veranstaltung der Bürgerakademie.
Der künftige Stadtrat wird aus vier Fraktionen, zwei kleineren Gruppen und zwei unabhängigen Stadträten bestehen. Ein Entwurf für die konstituierende Sitzung am 4. November spiegelt die Änderung bereits wider. Die Verwaltung hat alle Gruppen informiert; die Vorschläge für sachkundige Bürger werden derzeit dem Rathaus eingereicht.
Die Regeländerung erweitert die Mitwirkungsmöglichkeiten für kleinere Gruppen im Stadtrat. Sowohl die Linke als auch die Bürgerpartei profitieren von der aktualisierten Praxis. Die Benennungen der sachkundigen Bürger werden derzeit vor der Novembersitzung geprüft.






