Stadtrat bewilligt Millionen für dringende Sanierungen und Übergangslösungen
Tom GießStadtrat bewilligt Millionen für dringende Sanierungen und Übergangslösungen
Ausschüsse des Stadtrats haben wichtige Mittel für Sanierungen und Aufwertungen an mehreren städtischen Standorten bewilligt. Zu den Beschlüssen gehörten dringende Elektroarbeiten im Bürgerzentrum Bergischer Löwe sowie vorübergehende Verbesserungen im Jugendzentrum Q1. Breitere Haushaltsberatungen wurden jedoch vertagt, da die Fraktionen nach einem Kompromiss suchen.
Die Entscheidungen fallen im Rahmen laufender Diskussionen über die Zukunft der Jugendhilfe und die langfristige Planung städtischer Gebäude.
Der Jugendhilfeausschuss und der Haushaltsausschuss stimmten für Übergangsmaßnahmen zur Brandschutz- und Elektrosicherheit im Jugendzentrum Q1. Zudem gaben sie grünes Licht für einen neuen Jugendtreff in der Oberen Hauptstraße. Die 250 Quadratmeter große Fläche soll flexibel von Pfadfindergruppen und dem Kita-Museum genutzt werden; die genauen Modalitäten werden gemeinsam ausgearbeitet.
Ein separater Antrag über 250.000 Euro für dringende Sanierungsarbeiten am Standort Quirlsberg wurde mit breiter Mehrheit angenommen. Die Maßnahmen sollen den Betrieb aufrechterhalten, während der neue Jugendtreff entsteht. SPD-Mitglied Waldschmidt wies darauf hin, dass ein Umzug des Q1-Zentrums in die Alte Zentralwerkstatt zwar wahrscheinlich, aber noch nicht endgültig beschlossen sei.
Die Verwaltung setzte sich für 2,5 Millionen Euro ein, um die Elektroinstallationen im kommunalen Teil des Bürgerzentrums Bergischer Löwe zu verlegen und zu modernisieren. Alexandra Meuthen, Leiterin des Liegenschaftsamts, warnte, dass Überschwemmungsrisiken ohne Maßnahmen lebensbedrohlich werden könnten. Die Aufrüstung diene zudem als erster Schritt für eine Komplettsanierung und sichere die langfristige Nutzung der Investition.
SPD-Fraktionschef Klaus Waldschmidt hinterfragte jedoch, ob eine teure Teilsanierung sinnvoll sei. Er schlug vor, auf ein Gesamtkonzept zu warten, bevor weiter gehandelt werde. Dennoch einigten sich CDU, Grüne und SPD darauf, die Abstimmung über den Gesamtetat und den Stellenplan bis zur nächsten Sitzung des vollen Stadtrats am kommenden Dienstag zu verschieben. Alle drei Parteien sprachen sich für weitere Verhandlungen aus, um einen Kompromiss zu finden.
Der Rat hat nun Mittel für Sofortmaßnahmen und Übergangslösungen bereitgestellt. Die Elektroarbeiten im Bergischen Löwen sollen Sicherheitsbedenken ausräumen, während die Sanierungen in Quirlsberg die Dienstleistungen während der Übergangsphase aufrechterhalten. Die endgültigen Haushaltsentscheidungen, einschließlich der Zukunft größerer Projekte, werden in der anstehenden Vollsitzung des Stadtrats fallen.






