Solingen plant langfristige Strategie gegen Obdachlosigkeit mit "Housing First"-Ansatz
Patrik WesackSolingen plant langfristige Strategie gegen Obdachlosigkeit mit "Housing First"-Ansatz
In Solingen leben derzeit etwa 20 Menschen ohne Obdach. Die Stadt will das Problem nun mit einem strukturierten Konzept angehen. Ein entsprechender Antrag wird auf der nächsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Gesundheit und Gemeinschaft am 21. April 2026 beraten.
Ziel des Antrags ist es, eine klare Ausrichtung für die künftige Sozialpolitik Solingens im Umgang mit Obdachlosigkeit vorzugeben. Vorgeschlagen wird eine langfristige Strategie, die Soforthilfe mit nachhaltigen Lösungen verbindet. Im Mittelpunkt steht dabei der "Housing First"-Ansatz, der künftig als Grundlage für die Unterstützung von Wohnungslosen in der Stadt dienen soll.
Bestehende Programme wie die landesgeförderte Initiative "ProMie+ Solingen" sollen dauerhaft verankert werden. Zudem prüft die Stadtverwaltung, wie die Zusammenarbeit zwischen den Hilfsangeboten besser koordiniert werden kann. Präventive Maßnahmen sowie leicht zugängliche Gesundheits- und Beratungsdienste werden als besondere Prioritäten hervorgehoben.
Um die Fortschritte zu dokumentieren, sollen regelmäßige Berichte die Wirkung der neuen Maßnahmen erfassen. Auch die Einführung von "Lotsendiensten", die Akteure besser vernetzen, wird auf Machbarkeit geprüft.
Die Beratungen des Ausschusses werden Solingens Umgang mit Obdachlosigkeit in den kommenden Jahren prägen. Bei Annahme des Antrags würde ein Mix aus kurzfristiger Entlastung und nachhaltigen Maßnahmen eingeführt. Das Ziel der Stadt ist es, Obdachlosigkeit durch bessere Vernetzung, erweiterte Angebote und kontinuierliche Evaluation zu verringern.






