21 April 2026, 18:12

Solingen kämpft gegen Schwimmdefizite: Jedes dritte Grundschulkind kann nicht sicher schwimmen

Drei Kinder schwimmen in einem Gewässer mit einer Wand im Hintergrund.

Solingen kämpft gegen Schwimmdefizite: Jedes dritte Grundschulkind kann nicht sicher schwimmen

Immer mehr Kinder in Solingen verlassen die Grundschule ohne sichere Schwimmkenntnisse

Begrenzte Hallenbad-Kapazitäten, Personalmangel und pandemiebedingte Unterbrechungen haben das Problem verschärft. Nun suchen lokale Verantwortliche nach Lösungen, um sicherzustellen, dass jedes Kind grundlegende Fähigkeiten im Wasser erwirbt.

Die CDU-Fraktion im Solinger Stadtrat und der Solinger Sportbund schlagen vor, Schwimmhelferinnen und Schwimmhelfer einzustellen. Diese sollen Lehrkräfte unterstützen und den Kindern durch individuelle Betreuung während des Unterrichts mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen. Die Initiatoren veranschlagen jährliche Kosten von etwa 75.000 Euro, um alle Schulformen abzudecken.

Die Stadtverwaltung wurde aufgefordert, frühere Erfahrungen mit Schwimmhelfern auszuwerten und langfristige Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. Auch externe Programme wie "Deutschland lernt schwimmen" könnten zusätzliche Fördergelder bereitstellen.

Fachleute betonen, dass frühzeitiger und verlässlicher Schwimmunterricht Leben rettet. Kinder, die nicht schwimmen können, sind akut gefährdet – jedes Jahr kommt es zu Ertrinkungsunfällen aufgrund mangelnder Schwimmfähigkeiten. Doch Schwimmenlernen bedeutet mehr als nur Sicherheit: Es stärkt das Selbstvertrauen und fördert eine lebenslange Freude an Bewegung.

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Das Vorhaben zielt darauf ab, eine kritische Lücke in der Schwimmausbildung zu schließen. Wird der Vorschlag angenommen, könnten mehr Kinder essenzielle Fähigkeiten zur Wassersicherheit erwerben, bevor sie die Grundschule verlassen. Der nächste Schritt hängt von der Bewertung der Kosten und der langfristigen Umsetzbarkeit durch die Stadt ab.

Quelle