12 December 2025, 10:23

Solingen: Grünen-Kritik an CDU-Plan für nächtliches Campingverbot am Hauptbahnhof

Eine Person geht auf einem U-Bahn-Bahnsteig mit sichtbaren Türen, Sitzplätzen und einem Plakat, während im Hintergrund ein weiterer U-Bahn-Wagen und Deckenleuchten zu sehen sind.

Solingen: Grünen-Kritik an CDU-Plan für nächtliches Campingverbot am Hauptbahnhof

Grüne kritisieren CDU-Plan für nächtliches Verbot im Unterführungsbereich des Solinger Hauptbahnhofs

Solingen – Der von der CDU vorgeschlagene Änderungsantrag zur Straßenverordnung, der ein vollständiges Verbot von Camping und Übernachtungen in der Unterführung des Solinger Hauptbahnhofs vorsieht, stößt bei der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Bezirksrat Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid auf scharfe Kritik. Die Grünen argumentieren, ein solches Verbot löse das eigentliche Problem der Obdachlosigkeit nicht.

Die Grünen in Solingen haben sich gegen die Pläne ausgesprochen, Übernachtungen in der Unterführung des Hauptbahnhofs zu verbieten. Ihrer Ansicht nach gehen solche Maßnahmen an den wahren Ursachen von Obdachlosigkeit vorbei. Stattdessen fordern sie einen besseren Zugang zu Notunterkünften und langfristigem Wohnraum – insbesondere für Menschen mit Haustieren, die oft von Hilfsangeboten ausgeschlossen werden.

Auslöser der Debatte war ein Antrag der CDU, der ein Verbot von Camping und Übernachtungen in der Bahnhofsunterführung vorsieht. Die Grünen kritisieren diesen Ansatz als reine Verdrängungspolitik: Obdachlose würden dadurch lediglich an andere Orte abgedrängte, ohne dass sich ihre Situation verbessere. Zudem wiesen sie darauf hin, dass viele Unterkünfte Personen mit Tieren abweisen, was deren ohnehin begrenzte Optionen weiter einschränkt.

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Der Streit um die Obdachlosigkeit in Solingen hält an: Während die Grünen den CDU-Vorstoß ablehnen und ganzheitliche Lösungen fordern, bringen sich auch Wohlfahrtsverbände und Ehrenamtliche mit eigenen Konzepten ein, um Wohnraum und Unterstützung auszubauen. Die für 2026 geplante Sanierung des Bahnhofs könnte zwar Veränderungen mit sich bringen – doch ob und wann konkrete Maßnahmen greifen, bleibt vorerst ungewiss.