Solingen diskutiert zivil-militärische Zusammenarbeit für mehr innere Sicherheit in Krisenzeiten
Patrik WesackSolingen diskutiert zivil-militärische Zusammenarbeit für mehr innere Sicherheit in Krisenzeiten
Solingen war kürzlich Gastgeber einer hochrangigen Diskussion zur inneren Sicherheit, die sich auf die wachsende Notwendigkeit der zivil-militärischen Zusammenarbeit konzentrierte. Unter dem Titel "Innere Sicherheit in Zeiten erhöhter Bedrohungen – wie sieht die zivil-militärische Zusammenarbeit aus?" fand die Veranstaltung anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Bundeswehr statt. Organisiert von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Solingen, brachte sie führende Vertreter aus Sicherheitsbehörden, Kommunalpolitik und Militär zusammen.
Gerlinde Steingrüber, Vorsitzende der MIT Solingen, eröffnete die Veranstaltung mit einer Betonung der Bedeutung von Freiheit, Frieden und Demokratie. Ihre Worte gaben den Ton für die anschließenden Debatten vor, in denen es um die Frage ging, wie verschiedene Akteure in Krisenzeiten eng zusammenarbeiten müssen.
Generalmajor Andreas Henne, Kommandeur der Abteilung Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, skizzierte ein Szenario mit gezielten Angriffen auf zivile Infrastruktur bis zum Jahr 2028. Er warnte, dass die gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit – mental, organisatorisch und militärisch – gestärkt werden müsse, um neuen Bedrohungen zu begegnen.
Markus Röhrl, Polizepräsident des Bergischen Städtedreiecks, erläuterte, wie die Sicherheitsbehörden ihre Krisenreaktion strukturieren. Er verwies auf bestehende Protokolle und betonte die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung zwischen Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz.
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf Solingens Bemühungen zum Schutz seiner kritischen Infrastruktur, darunter die Versorgung mit Wasser, Strom und Gas. Die Ausweitung der Zusammenarbeit zwischen allen Sicherheitsakteuren wurde als zentrale Priorität identifiziert. An den Diskussionen beteiligten sich Vertreter der Bundeswehr, der Polizei, der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerks sowie der Kommunalverwaltung.
In ihrem Schlusswort unterstrich Steingrüber erneut die Notwendigkeit, langfristige Abwehrfähigkeiten in der Gesellschaft aufzubauen. Sie rief zu einer nachhaltigen Zusammenarbeit auf, um Frieden, Freiheit und Sicherheit für die Zukunft zu gewährleisten.
Die Debatten reichten über die Veranstaltung hinaus: Die Teilnehmer verließen die Runde mit einem klareren Bild von Solingens Fortschritten auf dem Weg zu einer sichereren und widerstandsfähigeren Stadt. Die Betonung der zivil-militärischen Zusammenarbeit machte deutlich, dass der Schutz kritischer Infrastruktur und die wirksame Abwehr potenzieller Bedrohungen eine gemeinsame Verantwortung darstellen.






