Silvesterfeuerwerk: NRW-Städte sollen künftig selbst über Böller entscheiden
Patrik WesackReul setzt sich weiter gegen generelles Feuerwerksverbot ein - Silvesterfeuerwerk: NRW-Städte sollen künftig selbst über Böller entscheiden
Silvesterfeuerwerk bleibt ein umstrittenes Thema
Mit dem nahenden Jahreswechsel bleibt das Feuerwerk ein polarisierendes Thema: Während die einen es als liebgewonnene Tradition schätzen, verweisen andere auf die Risiken von Verletzungen und öffentlichen Rüstörungen. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul lehnt zwar ein generelles Verbot ab, spricht sich aber dafür aus, den Städten mehr Entscheidungsfreiheit über den Einsatz zu geben.
Reul räumt ein, dass Feuerwerk für viele ein Freudenmoment ist und tief in den Silvesterbräuchen verwurzelt bleibt. Gleichzeitig erkennt er die Gefahren an – schließlich kommt es Jahr für Jahr zu Verletzungen während der Feierlichkeiten. Statt eines pauschalen Verbots schlägt er Änderungen im Sprengstoffrecht vor, die es den Kommunen ermöglichen würden, je nach örtlicher Besucherdichte über Feuerwerksfreigaben zu entscheiden.
Die Polizei in der Region hat sich bereits auf mögliche Zwischenfälle vorbereitet und verstärkt Streifen sowie Einsatzkräfte. Reul zeigte sich zuversichtlich, dass die Behörden gerüstet sind, und verwies auf die vergleichsweise ruhigen Feiern des Vorjahres. Städte wie Düsseldorf, Köln und Münster haben unterdessen bereits feuerwerksfreie Zonen eingerichtet, um Sicherheitsbedenken zu begegnen. Die Haltung des Ministers spiegelt einen Kompromiss zwischen Tradition und öffentlicher Sicherheit wider: Statt einer landesweiten Einheitsregelung sollen lokale Behörden die Spielregeln anpassen können.
Sollten die geplanten Änderungen umgesetzt werden, könnten die Städte in Nordrhein-Westfalen künftig eigene Feuerwerksregeln festlegen – mit strengeren Kontrollen in stark frequentierten Bereichen, während an anderen Orten weiterhin gefeiert werden darf. Bis dahin bleibt die Polizei in Habachtstellung, während der Jahreswechsel näher rückt.
