Silvesterfeiern: Wer übernimmt die Kosten bei Unfällen und Sachschäden?
Nelly GirschnerSilvesterfeiern: Wer übernimmt die Kosten bei Unfällen und Sachschäden?
Silvesterfeiern bringen oft Feuerwerk mit sich – und damit auch mehr Unfälle und Sachschäden. Besonders in Nordrhein-Westfalen kommt es in Deutschland während der rauschenden Festlichkeiten vermehrt zu Verletzungen und Bränden. Doch Versicherungen können die Kosten übernehmen, egal ob der Schaden von einer bekannten oder unbekannten Quelle verursacht wurde.
Feuerwerksunfälle häufen sich zum Jahresende – deutlich mehr als im Frühling oder Herbst. Versicherer verzeichnen einen starken Anstieg von Brandschadensmeldungen rund um Silvester. Bei Verletzungen springt die Krankenversicherung ein, wenn sich das Opfer selbst mit Feuerwerkskörpern beschäftigt hat. In schweren Fällen, bei denen bleibende körperliche Schäden zurückbleiben, übernimmt die Unfallversicherung die langfristigen Folgen.
Wurde die Verletzung durch Fremdverschulden verursacht, kann die private Haftpflichtversicherung die Kosten decken – allerdings nur, wenn der Verursacher ermittelt wird. Bleibt dieser unbekannt, müssen Geschädigte auf die eigene Police zurückgreifen. Hier wird die private Unfallversicherung entscheidend: Sie bietet Schutz bei dauerhaften Beeinträchtigungen und damit verbundenen Kosten.
Auch Sachschäden sind über verschiedene Policen abgedeckt. Die Hausratversicherung kommt für zerstörte Möbel durch umherfliegende Raketen auf, während die Gebäudeversicherung strukturelle Schäden an Häusern reguliert. Autofahrer mit einer Vollkaskoversicherung können Schäden durch Feuerwerk – inklusive Vandalismus – geltend machen. Selbst eine Teilkasko deckt bestimmte Fahrzeugschäden, die durch die Feierlichkeiten entstehen.
Die finanziellen Folgen von Silvesterpannen reichen von Arztrechnungen bis zu Reparaturkosten. Versicherungen – ob Kranken-, Haftpflicht-, Unfall- oder Hausratpolice – bieten Betroffenen ein Sicherheitsnetz. Ohne sie müssten Geschädigte die Kosten für Verletzungen oder Schäden oft allein tragen, besonders wenn niemand zur Rechenschaft gezogen werden kann.
