01 January 2026, 16:25

Silvester in NRW: Weniger Gewalt, aber leichte Verletzungen bei Polizisten

Ein Krankenwagen steht links von einer Straße, während rechts ein Zelt viele Menschen schützt, mit einem Tisch und einem Stuhl in der Nähe.

22 Polizeibeamte erleiden leichte Verletzungen an Silvester - Silvester in NRW: Weniger Gewalt, aber leichte Verletzungen bei Polizisten

Silvesterfeiern in Nordrhein-Westfalen: Rückgang von Gewalt und Festnahmen

Die Silvesterfeiern in Nordrhein-Westfalen verliefen in diesem Jahr deutlich friedlicher als in den Vorjahren. Die Polizei verzeichnete weniger Angriffe auf Beamte und einen Rückgang schwerer Vorfälle im Vergleich zum letzten Fest. Trotz der Verbesserungen erlitten jedoch einige Einsatzkräfte leichte Verletzungen.

Die Behörden nahmen 154 Personen in Gewahrsam – ein Rückgang um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die vorläufigen Festnahmen gingen zurück: Nur sieben wurden registriert, nach 13 im Vorjahr. Die Zahl der Platzverweise stieg hingegen um 16 Prozent auf 1.396.

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Die Angriffe auf Polizisten sanken auf 30 Vorfälle (Vorjahr: 39). Zwar ging die Zahl zurück, doch 22 Beamte erlitten dennoch leichte Verletzungen im Einsatz. In 20 Fällen wurden Einsatzkräfte mit Pyrotechnik angegriffen – deutlich weniger als die 54 registrierten Vorfälle im Vorjahr. Auch schwere Gewalt nahm ab: 168 Fälle von gefährlicher Körperverletzung wurden gemeldet, was einem Rückgang um 27 Prozent bei den Gesamtstraftaten (nun 263) entspricht. Die Zahlen stehen im Kontrast zu früheren Jahren, etwa den umstrittenen Silvesterfeiern 2015/2016 in Köln, als der damalige Polizeichef Wolfgang Albers für verzögerte Öffentlichkeitsarbeit kritisiert und im Januar 2016 von Innenminister Ralf Jäger vorzeitig in den Ruhestand versetzt wurde.

Die diesjährigen Silvestereinsätze in Nordrhein-Westfalen zeigten eine klare Abnahme gewalttätiger Zwischenfälle. Weniger Festnahmen, Angriffe und Übergriffe auf Beamte wurden registriert, auch wenn Restrisiken blieben. Der Rückgang folgt auf frühere Kontroversen – die Behörden setzen nun strengere Maßnahmen durch, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.