14 March 2026, 20:10

Siemens Mobility baut riesige Produktionshalle für Regionalzüge in Duisburg

Ein großer Lagerhalle voller numerous boxes, Kräne und verschiedene industrielle Ausrüstung, mit einem Zaun und Pfählen im Vordergrund und einer Wand im Hintergrund.

Siemens Mobility baut riesige Produktionshalle für Regionalzüge in Duisburg

Siemens Mobility hat Pläne für den Bau einer großen neuen Produktionshalle im Logport I in Duisburg bekannt gegeben. Die Anlage soll Regionalzüge montieren und damit die Platzknappheit am bestehenden Standort des Unternehmens in Uerdingen entschärfen. Mit 200.000 Quadratmetern Fläche stellt das Projekt eine erhebliche Erweiterung für den Schienenfahrzeughersteller dar.

Lokale Vertreter und die Führung des Duisburger Hafens (Duisport) begrüßen die Entwicklung, auch wenn frühere Industriehalle-Projekte in der Region gemischte Reaktionen hervorgerufen haben.

Die neue Halle wird laut Matthias Wittemer von Siemens Mobility als vollständiges Montagewerk und nicht nur als Logistikzentrum fungieren. Im Inneren werden fünf Hallenkrane die Abläufe unterstützen, während zwei 223 Meter lange Gleise und zwei 200 Meter lange Wartungsgruben die Großserienproduktion ermöglichen. Zudem ist ein direkter Gleisanschluss geplant, um den Transport zu optimieren und den Lkw-Verkehr innerhalb des Logport I zu reduzieren.

Duisport-Chef Markus Bangen vergleicht das Design mit den Längshallen der Stahlwerke, die im Jahr 2000 errichtet wurden. Die bestehenden Quer- und Längshallen im Duisburger Hafen benötigen jedoch inzwischen eine Sanierung. Mit dem Projekt soll das Image der Logistikbranche aufgewertet werden, indem – wie Bangen es nennt – "echter Mehrwert" für die Region geschaffen wird.

Obwohl die genaue Zahl der neuen Arbeitsplätze noch nicht feststeht, gehen Verantwortliche davon aus, dass sowohl direkte als auch indirekte Beschäftigungseffekte entstehen werden. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link hat seine Unterstützung bekundet und erklärt, das Vorhaben gehe in die richtige Richtung. Die Entscheidung von Siemens Mobility folgt anhaltenden Platzengpässen am Standort Uerdingen, die das Unternehmen dazu veranlassten, in das Hafengelände zu expandieren.

Der Gleisanschluss der Anlage soll die Effizienz steigern und den Straßenverkehr im Logport I verringern. Siemens Mobility wird den Standort für die Montage von Regionalzügen nutzen und so die Belastung der bestehenden Produktionsstätten mindern. Der Bau der 200.000 Quadratmeter großen Halle unterstreicht das langfristige Engagement des Unternehmens für das industrielle Wachstum in Duisburg.

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