21 December 2025, 13:47

Sie sitzt im Rollstuhl - aber steht auf den Händen

Ein Mann im Rollstuhl spielt Tischtennis, hält den Rollstuhl mit einer Hand und einen Schläger mit der anderen, mit anderen Spielern und Tischen im Hintergrund.

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Sie sitzt im Rollstuhl – doch sie steht auf den Händen

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Sie sitzt im Rollstuhl – doch sie steht auf den Händen

Sie sitzt im Rollstuhl – doch sie steht auf den Händen

Die querschnittsgelähmte Artistin Silke Pan beweist mit ihren Handständen in der Manege, dass Grenzen oft nur im Kopf existieren. Obwohl sie im Alltag auf einen Rollstuhl angewiesen ist, versetzt sie ihr Publikum mit ihrer Kunst in Staunen. Aktuell begeistert sie die Zuschauer im Circus Flic Flac in Dortmund – noch bis zum 11. Januar.

Pans Weg zurück in die Manege begann nach einem Trapezunfall im Jahr 2007, der sie von der Taille abwärts lähmte. Vor dem Unfall hatte sie bereits 13 Jahre als professionelle Artistin gearbeitet. Später widmete sie sich dem Parasport und feierte internationale Erfolge im Handcycling.

Während der Pandemie packte sie der Drang, es noch einmal mit einem Handstand zu versuchen. Mit der Hilfe ihres Mannes gelang ihr dies, indem sie ein Snowboard an ihren Unterkörper band. Dieser kleine Erfolg entfachte ihre Leidenschaft für die Akrobatik neu. Ihr Comeback in der Manege ist das Ergebnis unermüdlichen Trainings und eisernen Willens. Für ihre Auftritte stabilisiert sie ihre Beine mit Holzklötzen und einer Aluminiumstange. Balancierend auf den Händen schwingt sie Hüften und Beine von einer Seite zur anderen – allein durch die Kraft ihrer Rumpfmuskulatur und Schultern. Viele Zuschauer können kaum glauben, was sie sehen, und halten ihre Kunststücke zunächst für eine Illusion. Für Pan fühlt es sich wie eine Wiedergeburt an, ihren Körper wieder als Ganzes zu erleben.

Ihre Auftritte im Circus Flic Flac zeigen, wie außergewöhnlich ihre Widerstandskraft und ihr Können sind. Mit ihrer Kunst stellt sie Vorurteile darüber infrage, was nach einer Querschnittslähmung möglich ist. Die Vorstellung ist noch bis zum 11. Januar in Dortmund zu sehen.