14 January 2026, 18:42

Schweinehalter kämpfen 2025 mit Fristenflut und neuen Biosicherheitsregeln

Eine Gruppe von Schweinen steht zusammen in einem Stall, die besorgt aussehen, mit einem Schuppen und Fenstern im Hintergrund.

Schweinehalter kämpfen 2025 mit Fristenflut und neuen Biosicherheitsregeln

Deutsche Schweinehalter stehen zu Beginn des Jahres 2025 vor einem arbeitsintensiven Start: Mehrere Meldefristen und neue Biosicherheitsvorschriften stehen an. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen die Meldung der Tierbestände, die Übermittlung von Daten zum Antibiotikaeinsatz sowie strengere Qualitätskontrollen im Rahmen der Sicherungssysteme. Wer diese Schritte versäumt, riskiert Kürzungen bei den Fördergeldern oder Verstöße gegen die Compliance-Vorgaben.

Bis zum 15. Januar müssen alle Schweinehalter ihren jährlichen Bestandsbericht über das HI-Tier-Portal einreichen – mit Stand vom 1. Januar. Selbst Betriebe, die zu diesem Zeitpunkt keine Schweine halten, müssen eine Nullmeldung abgeben, um Anspruch auf Fördermittel zu behalten.

Zwischen dem 1. und 14. Januar ist die Angabe der Produktionsart und der Bestandszahlen für die zweite Jahreshälfte 2025 in der Antibiotika-Datenbank (TAM) vorgeschrieben. Ab 2026 wechselt die TAM-Meldung auf einen jährlichen Turnus, wobei die Daten dann jeweils bis zum 14. Januar vorliegen müssen.

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Die Fristen für den Tierseuchenfonds variieren je nach Bundesland: Die Stichtage liegen im Januar, die Abgabefristen reichen vom 17. bis 31. Januar.

Zudem treten verschärfte Biosicherheitsregeln in Kraft. Bis zum 31. Dezember 2025 müssen Landwirte ihre Biosicherheitsmaßnahmen im QS-Qualitätssicherungssystem überprüfen lassen. Ab dem 1. Januar 2026 fließen die Ergebnisse individueller Risikomanagement-Bewertungen in die Audits ein. Das QS-System verlangt von den Betrieben nun eigenständige Risikoanalysen, um mögliche Schwachstellen in der Biosicherheit zu identifizieren und zu beheben.

Betriebe, die an der Initiative Tierwohl (ITW) teilnehmen, müssen zusätzlich eine jährliche Kontrolle von Stallklima und Trinkwasserqualität durchführen, um sicherzustellen, dass technische Anlagen und Wasserstandards den Anforderungen entsprechen.

Die ersten Wochen des Jahres 2025 werden für Schweinehalter damit zum Kraftakt: Pflichtmeldungen zu Beständen, Antibiotikaeinsatz und Tierseuchenfondsbeiträgen stehen an. Wer auch nur eine Frist versäumt oder die neuen Biosicherheitskontrollen nicht erfüllt, muss mit Förderkürzungen oder Compliance-Sanktionen rechnen. Landwirte sollten ihre Verpflichtungen daher frühzeitig prüfen, um letzte-minute-Probleme zu vermeiden.