10 February 2026, 12:28

Sammer gegen Wittmann: Der große Streit um die Zukunft der Spielerberater

Ein Vintage-Plakat mit zwei Rugby-Union-Fußballern, mit Text, der ihre Einberufung ankündigt und darauf hinweist, dass über 90% der britischen Athleten eingezogen sind.

Sammer gegen Wittmann: Der große Streit um die Zukunft der Spielerberater

Ein hitziger Streit ist zwischen Matthias Sammer, Berater von Borussia Dortmund, und Roger Wittmann, Mitgründer der Agentur Rogon, entbrannt. Sammer hatte kürzlich gefordert, Spielerberater komplett abzuschaffen, da sie seiner Meinung nach überflüssig seien und dem Fußball schadeten. Wittmann konterte scharf, bezeichnete den Vorschlag als "absoluten Unsinn" und warf Sammer vor, Falschinformationen zu verbreiten.

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Der Konflikt eskalierte, als Sammer argumentierte, Berater würden überhöhte Provisionen kassieren und das Verhältnis zwischen Spielern und Vereinen belasten. Er plädierte dafür, ihre Rolle vollständig abzuschaffen, da sie keinen echten Mehrwert für den Sport böten.

Wittmann widersprach vehement. Er verteidigte Berater als unverzichtbare Beschützer der Spieler, insbesondere wenn Vereine sie zu unerwünschten Transfers drängten. Zudem verwies er auf seinen eigenen aktuellen Rechtsstreit mit der TSG Hoffenheim, bei dem ein Landgericht zwar einige Einschränkungen seiner Zugangsrechte für rechtswidrig erklärte – ein Betretungsverbot für das Trainingsgelände blieb jedoch bestehen.

Für Wittmann ist der Konflikt nichts Neues: Erst in diesem Jahr hatte Hoffenheim ihn vom Stadion und den Vereinsanlagen ausgeschlossen, was die Spannungen zwischen Beratern und Clubs weiter verschärfte. Wiederholt kritisierte Wittmann, was er als ungerechte Behandlung empfinde, und betonte, dass Berater eine entscheidende Rolle dabei spielten, die Machtverhältnisse im Fußball auszugleichen.

Sammers Forderung stößt bisher auf wenig Zustimmung, und Wittmanns scharfe Erwiderung offenbart tiefe Gräben in der Debatte über die Zukunft der Spielervertretung im modernen Fußball.

Das teilweise Urteil zu Wittmanns Zugangsrechten zeigt die rechtlichen Komplexitäten bei der Regulierung von Beratern. Gleichzeitig unterstreicht der Streit zwischen Sammer und Wittmann die anhaltenden Meinungsverschiedenheiten über die Rolle von Spielerberatern im modernen Fußball. Vorerst bleibt die Diskussion ungelöst – mit klar gegensätzlichen Positionen von Vereinen und Beratern.