17 February 2026, 02:12

RWTH-Ausgründung revolutioniert Materialtechnik mit biologisch abbaubaren Aerogel-Fasern

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines Wollpullovers mit einem detaillierten Muster in verschiedenen Formen und Farben.

RWTH-Ausgründung revolutioniert Materialtechnik mit biologisch abbaubaren Aerogel-Fasern

Ausgründung der RWTH Aachen für bahnbrechende Materialtechnologie ausgezeichnet

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Das Start-up Solid Air Dynamics, eine Ausgründung der RWTH Aachen, wurde mit dem RWTH-Innovationspreis ausgezeichnet – und belegte für die Entwicklung von aerogelbasierten Fasern aus nachwachsenden Rohstoffen den zweiten Platz. Die Preisverleihung fand im Rahmen der jährlichen Veranstaltung RWTHtransparent in Aachen statt.

Die Fasern des Unternehmens sind vollständig biologisch abbaubar, extrem leicht und bieten herausragende Wärmeisolierung. Seit etwa 2020 arbeitet das Team – Dr. Sascha Schriever, Dr. Jens Hofer, Maximilian Mohr und Dr. Christian Schwotzer – an der Skalierung der Technologie. Bisher beschränken sich die Anwendungen auf Pilotprojekte, etwa leichte Isolierungen in Prototypen von Airbus oder Nischen-Produkte im Outdoor-Bereich in Zusammenarbeit mit Partnern wie Vaude.

Bis 2026 sind noch keine großindustriellen Produkte auf den Markt gekommen, da die Produktion weiterhin Herausforderungen mit sich bringt. Langfristig strebt das Team jedoch eine Expansion in die Märkte für Sportbekleidung, Mobilität und Bauwesen mit seinem Hochleistungsmaterial an.

Der RWTH-Innovationspreis würdigt Erfindungen mit großer regionaler Strahlkraft und transformativem Potenzial. Solid Air Dynamics wurde für seinen Beitrag zur nachhaltigen Materialforschung während der Feierlichkeiten in Aachen geehrt.

Die Auszeichnung unterstreicht das vielversprechende Potenzial der Aerogel-Fasern, doch eine breitere Markteinführung hängt weiterhin von der Überwindung produktionstechnischer Hürden ab. Aktuell befindet sich die Technologie noch in der Erprobungsphase – etwa in der Luftfahrt und bei Outdoor-Ausrüstung. Gleichzeitig optimiert das Team die Herstellungsverfahren und zielt auf eine stärkere industrielle Nutzung ab.